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Studie

Niedersachsen steht beim Ausbau erneuerbarer Energien im Mittelfeld

Windräder, Biogas, Photovoltaik - Niedersachsen präsentiert sich gerne als Land der Erneuerbaren Energien. Im bundesweiten Vergleich belegt das Land jedoch nur einen Platz im unteren Mittelfeld. Sogar der kleine Stadtstaat Bremen konnte den großen Nachbarn überholen.
Beim Ausbau Erneuerbarer Energien belegt Niedersachsen einen Platz im Mittelfeld.

Beim Ausbau Erneuerbarer Energien belegt Niedersachsen einen Platz im Mittelfeld.

© Michael Thomas

Niedersachsen und Bremen belegen beim Ausbau der erneuerbaren Energien nur einen Mittelfeldplatz. Spitzenreiter im bundesweiten Vergleich sind Brandenburg, Thüringen, Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt. Dies geht aus einer am Donnerstag in Berlin vorgestellten Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) hervor. Schlusslicht sind Hamburg, das Saarland und Berlin.

Im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien haben beide Institute die Anstrengungen und Erfolge der Bundesländer analysiert. Insgesamt liegen der Studie 55 verschiedene Faktoren - von den politischen Rahmenbedingungen über Anteile und Zubaudynamik bis hin zu den Wirtschaftseffekten der Erneuerbaren Energien zugrunde.

Während sich der kleine Stadtstaat Bremen im Vergleich zur ersten Studie aus dem Jahr 2008 um zwei Plätze auf Rang neun verbessern konnte, rutschte Niedersachsen auf den zehnten Platz ab (2008: 8. Platz). „Der Stadtstaat Bremen gehört bei den Forschungsausgaben (Rang 1), Studiengängen (Rang 4) und Patentanmeldungen (Rang 2) zu den führenden Bundesländern und liegt auf Platz eins bei den industrie- und technologiepolitischen Maßnahmen“, heißt es in der Studie. Niedersachsen steht da sehr viel schlechter dar. Lediglich bei den Studiengängen ist das Land mit Platz 5 im oberen Drittel der Statistik zu finden.

Trotz des letzten Platzes der Bundeshauptstadt Berlin schneiden die ostdeutschen Bundesländer in der Gesamtwertung besser ab. Der Vorsprung gegenüber den westdeutschen Bundesländern hat sich im Vergleich zu 2008 sogar noch erhöht. Nur bei den „Anstrengungen zur Nutzung Erneuerbarer Energien“ erreichen beide Ländergruppen die gleiche Punktzahl. Ansonsten liegen ostdeutsche Bundesländer bei Ausbaustand und -dynamik der Erneuerbaren Energien ebenso vorn wie bei wirtschafts- und technologiepolitischen Maßnahmen und Erfolgen.

Besonders bei den Forschungsausgaben für Erneuerbare Energien, der Zahl der Unternehmen, den Beschäftigten in der Photovoltaik- Industrie sowie bei der Biokraftstoffherstellung fällt auf, dass Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern immer wieder in der Spitzengruppe liegen.

dpa


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