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Stahl-Tarifrunde

IG Metall will Lohnerhöhungen vorziehen

Die Forderung nach höheren Löhnen wird nach Angaben der IG Metall in der nächsten Stahl-Tarifrunde im Vordergrund stehen. Der Start der Tarifrunde für die 85.000 Beschäftigten der Stahlindustrie in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen ist für den 6. September in Gelsenkirchen geplant.

Vor dem Hintergrund des Wirtschaftsbooms will die IG Metall in der bevorstehenden Stahl-Tarifrunde ein Ende der Bescheidenheit einläuten. „Wir halten das für die erste Tarifrunde der Nachkrisenzeit“, sagte der zuständige NRW-Bezirksleiter der Gewerkschaft, Oliver Burkhard, am Mittwochabend in Düsseldorf. Im Unterschied zu den Tarifrunden der vergangenen Monate werde nun die Forderung nach höheren Löhnen im Vordergrund stehen. Die Gewerkschaft rechne mit einer Ausstrahlung der Ergebnisse der Tarifrunde auch auf andere Branchen. „Das wird eine gewisse Bedeutung haben für die nächsten Monate“, sagte Burkhard.

Ihr Forderungspaket will die Tarifkommission der Gewerkschaft am 27. August im westfälischen Sprockhövel beschließen. Der Start der Tarifrunde für die 85.000 Beschäftigten der Stahlindustrie in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen ist für den 6. September in Gelsenkirchen geplant.

Man werde voraussichtlich mit einer Forderung nach Lohnerhöhungen zwischen 4,5 und acht Prozent in die Verhandlungen gehen, sagte Burkhard. Zweiter Schwerpunkt werde die Forderung nach einer Angleichung der Bezahlung von Leiharbeitern und Stammbelegschaften in der Stahlindustrie werden. Ziel sei es dabei, den Grundsatz gleiches Geld für gleiche Arbeit erstmals in einem Flächentarifvertrag zu verankern.

Derzeit liege der Anteil der Leiharbeiter unter den Stahlbeschäftigten zwischen zwei und fünf Prozent. In Einzelfällen könne dieser Anteil aber auch deutlich höher liegen. Leiharbeiter müssten in der Regel im Vergleich mit den Stammbelegschaften Lohneinbußen zwischen zehn und 20 Prozent hinnehmen. Hinzu kämen oft längere Arbeitszeiten.

Für die Metall- und Elektroindustrie, deren erst im Februar dieses Jahres ausgehandelter Tarifvertrag noch eine Laufzeit bis März 2012 hat, wies Burkhard auf eine Öffnungsklausel hin, die ein Vorziehen der zum 1. April 2011 vereinbarten Lohnerhöhungen um 2,7 Prozent um zwei Monate ermöglichen würde. Ausschlaggebend dafür sei jedoch die wirtschaftliche Lage der Betriebe. Für das Jahr 2010 war in dem Tarifvertrag lediglich eine Einmalzahlung von 320 Euro vereinbart worden.

dpa


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  • 6% Lohnerhöhung Kämpfer – 27.08.10
    Die 6% Sind ja nicht schlecht, doch nur die hoch bezahlten Angestellten habenvam meisten davon.rechnet man 2500€+6%=?oder 5000€+6%=? ist natürlich etwas anders. Leider muß der kleine Arbeiter auch eine Familie ernähren,Miete Zahlen,NebenKosten Gas und Strom was ja bekanntlich schon die zweite Miete aus macht dann vieleicht Kredit zzubezahlen hat! Wo reicht schon? Die Gewerkschaften sollten darüber mal gedanken machen,wie vielEuronen man heute braucht um vernüftig leben zu können?

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