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Versicherung

Hannover Rück verdient 2009 so viel wie noch nie

Der weltweit viertgrößte Rückversicherer Hannover Rück hat 2009 wegen einer geringen Belastung aus Großschäden einen Überschuss von 731 Millionen Euro verdient. „Erstmals konnten wir ein operatives Ergebnis von mehr als einer Milliarde Euro erzielen. Darüber hinaus steigerten wir unser Eigenkapital um mehr als 30 Prozent“, sagte Vorstands-Chef Ulrich Wallin.
Vorstandsvorsitzender der Hannover Rück: Ulrich Wallin

Vorstandsvorsitzender der Hannover Rück: Ulrich Wallin

© ap

Der weltweit viertgrößte Rückversicherer Hannover Rück hat 2009 wegen einer geringen Belastung aus Großschäden so viel verdient wie noch nie in der Unternehmensgeschichte. Der Überschuss habe im vergangenen Jahr 731 Millionen Euro betragen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Hannover mit. 2008 war der Rückversicherer wegen der Finanzkrise in die roten Zahlen gerutscht.

Trotz der Kosten für das Erdbeben in Chile und den Wintersturm „Xynthia“ sieht sich das Unternehmen auf Kurs. Die Belastung aus dem Erdbeben wurde mit 185 Millionen angegeben, der Sturm verursachte eine Nettoschadenbelastung von rund 40 Millionen Euro.

Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg von 148,1 Millionen Euro im Jahr 2008 auf 1,12 Milliarden Euro im vergangenen Jahr und lag damit erstmals über der Marke von einer Milliarde Euro. Bei beiden Werten übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Experten. Die Aktionäre sollen für 2009 eine Dividende von 2,10 Euro erhalten, nachdem sie im Vorjahr wegen des Verlusts leer ausgegangen waren.

„Erstmals konnten wir ein operatives Ergebnis von mehr als einer Milliarde Euro erzielen. Darüber hinaus steigerten wir unser Eigenkapital um mehr als 30 Prozent“, sagte Vorstands-Chef Ulrich Wallin. Angesichts einer moderaten Großschadenentwicklung sei die Nettobelastung von 239,7 Millionen Euro unterhalb der Erwartung geblieben. Größtes Einzelereignis waren für die Hannover Rück die schweren Buschbrände in Australien mit einer Schadenbelastung von 34,7 Millionen Euro. Der Wintersturm „Klaus“ sowie der Absturz eines Airbus schlugen mit jeweils 33,8 Millionen Euro zu Buche. Die Schaden/Kostenquote belief sich auf 96,6 Prozent.

dpa


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