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Autozulieferer

Conti zurück in den schwarzen Zahlen

Der Autozulieferer Continental hat im ersten Quartal 2010 nach den massiven Verlusten des Krisenjahres 2009 wieder die Gewinnzone erreicht. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug 494 Millionen Euro, wie das Unternehmen zur Hauptversammlung am Mittwoch mitteilte.
© dpa

Im vergangenen Jahr war Conti von den Markteinbrüchen in der Autoindustrie schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. Im ersten Quartal 2009 hatte das Unternehmen einen operativen Fehlbetrag von 165 Millionen Euro eingefahren.

Für 2010 zeigte sich Conti optimistisch. Der Umsatz legte im ersten Quartal von 4,3 Milliarden auf knapp 6 Milliarden Euro kräftig zu. Für das Gesamtjahr äußerte sich Conti-Chef Elmar Degenhart zuversichtlicher als zuletzt. „Sollten sich die Märkte weiterhin so positiv entwickeln wie bisher, haben wir sogar die Chance, den Umsatz um bis zu 10 Prozent zu steigern“, sagte er. Bisher erwartet Conti ein Umsatzwachstum von fünf Prozent.

Conti rechne in diesem Jahr weder mit größeren Abschreibungen noch mit negativen Sonderbelastungen wie in den Vorjahren, sagte Degenhart vor den Aktionären. Das bedeute,dass schwarze Zahlen beim Konzernergebnis unter dem Strich „in Sichtweite“ seien. „Wir sind wieder klar zurück in der Erfolgspur“, bekräftigte Degenhart. Die vollständigen Zahlen will Conti am 4. Mai vorlegen.

Im Gesamtjahr 2009 hatte Conti einen Verlust von 1,65 Milliarden Euro eingefahren. Neben dem Umsatzrückgang von 17 Prozent belasteten vor allem hohe Sondereffekte die Bilanz - Abschreibungen im Zusammenhang mit dem Kauf der früheren Siemens-Sparte VDO sowie Aufwendungen für Werksschließungen. Sie summierten sich auf 1,76 Milliarden Euro.

Degenhart betonte vor den Aktionären, die Schulden hätten trotz schwierigster Bedingungen 2009 um 1,6 Milliarden Euro auf weniger als 9 Millarden Euro gesenkt werden können. Nach einer Kapitalerhöhung von rund einer Milliarde Euro Anfang 2010 liegen die Netto- Finanzschulden derzeit noch bei rund 7,8 Milliarden. Die Zusammenarbeit mit Großaktionär Schaeffler bezeichnete Degenhart als vertrauensvoll und intensiv.

Aufsichtsratschef Wolfgang Reitzle sagte zu Beginn der Hautpversammlung: „Continental und Schaeffler haben das Zeug zu einem Spitzenteam.“ Die industrielle Logik dieser Zusammenarbeit sei überzeugend. Nach einem monatelangen erbitterten Machtkampf im vergangenen Jahr demonstrieren Conti und sein Großaktionär Schaeffler inzwischen Einigkeit.

dpa


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