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Wirtschaft Neuer Chef startet mit schwachen Zahlen
Nachrichten Wirtschaft Neuer Chef startet mit schwachen Zahlen
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00:42 18.05.2018
MIt Lasersystemen von LPKF werden zum Beispiel  elektronische Leiterplatten gefertigt.  Quelle: Archiv
Hannover

 Seit zwei Wochen hat der Garbsener Maschinenbauer LPKF einen neuen Chef – und  seine erste Amtshandlung ist die Veröffentlichung schwacher Zahlen. Im ersten Quartal 2018 hat der Hersteller von Laser-basierten Maschinen, die etwa bei der Herstellung von elektronischen Bauteilen zum Einsatz kommen, einen operativen Verlust von 2,3 Millionen Euro geschrieben. Im Vorjahr war noch ein kleiner Überschuss geblieben. Der Umsatz lag mit knapp 20 Millionen Euro 20 Prozent niedriger als im ersten Quartal 2017. 

Das Unternehmen hatte die wesentlichen Zahlen zuvor schon in vorläufiger Form veröffentlicht, am Dienstag präsentierte es den Zwischenbericht für die ersten drei Monate 2018. Trotz des schwachen Jahresstarts äußerte sich Bendele zuversichtlich:„Wenn wir auf der Kosten- und Bilanzseite unsere Hausaufgaben machen“, werde LPKF „in absehbarer Zeit wieder zu einem nachhaltig profitablen, führenden Hochtechnologieunternehmen“.  Die Quartalszahlen solle man nicht überbewerten, zumal das erste Quartal ohnehin häufig schwach ausfalle. Immerhin liege der Auftragseigang auf dem Niveau des Vorjahres – und der Auftragsbestand sogar fast 50 Prozent höher als vor einem Jahr. Deshalb blieben auch die Jahresziele unangetastet.

Dem Garbsener Laserspezialisten kommt gerade die Führungsmannschaft abhanden. Im April hatte das Unternehmen mitgeteilt, dass die beiden Vorstandsmitglieder Christian Bieniek und Bernd Lange ihre Verträge nicht verlängern und im Laufe des Jahres die Firma verlassen. Ein paar Tage später wurde bekannt, dass auch Finanzvorstand Kai Bentz bis zum Jahresende ausscheiden will. Er war auch kommissarischer Vorstandssprecher, nachdem der langjährige LPKF-Chef  Ingo Bretthauer bereits Mitte Oktober aufgehört hatte. Anfang Mai hat nun der frühere McKinsey-Berater Bendele den Chefposten bei dem Hersteller von High-Tech-Maschinen übernommen, der etwa  680 Mitarbeiter beschäftigt. 

Von Albrecht Scheuermann

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