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Wirtschaft Neue Stelle für besseren Start ins Berufsleben
Nachrichten Wirtschaft Neue Stelle für besseren Start ins Berufsleben
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17:05 24.02.2011
Jeder fünfte Lehrling gibt auf: „Diese Zahl ist deutlich zu hoch“, sagte Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) zur Abbrecherquote von Auszubildenen. Quelle: dpa

In Niedersachsen gibt es unzählige Initiativen, die jungen Menschen die Berufswahl erleichtern sollen - doch selbst Experten blicken durch den Dschungel an Projekten oft kaum noch durch. In einer gemeinsamen Koordinierungsstelle wollen die Agentur für Arbeit und das Kultusministerium die Projekte deswegen künftig bündeln. Das kündigten Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) und der Chef der Arbeitsagentur in Niedersachsen, Klaus Stietenroth, am Donnerstag in Hannover an.

Inzwischen bricht in Deutschland jeder fünfte Lehrling seine Ausbildung ab. „Diese Zahl ist deutlich zu hoch“, sagte Althusmann. Oft würden die jungen Menschen erst während der Ausbildung feststellen, dass sie sich für den falschen Beruf entschieden hätten.

Klaus Stietenroth von der Agentur für Arbeit erklärt sich das unter anderem damit, dass viele Jugendliche bei ihrer Entscheidung stark durch Eltern oder Medien beeinflusst werden. Die lässigen Showeinlagen der Fernsehköche hätten aber wenig mit der Realität des Kochberufs gemeinsam. Das Ziel sei deshalb - gerade mit Blick auf den Fachkräftemangel in Deutschland - die Jugendlichen in die Lage zu versetzen, die richtige Wahl zu treffen.

Bisher gibt es unter anderem Berufsorientierungstage an Schulen, Praktika, Schülerfirmen oder Schnuppertage in Unternehmen. Die Informationen über all diese Projekte sollen künftig in der neuen Koordinierungsstelle zusammenlaufen, auch um besonders vorbildliche Initiativen ausfindig und weiter bekannt zu machen.

„Viele junge Leute sind heute schon mit der Aufgabe überfordert, eine Bewerbung zu schreiben“, sagte der Hauptgeschäftsführer von NiedersachsenMetall, Volker Schmidt, am Donnerstag. Rund 40 Prozent der Bewerbungen in der niedersächsischen Metall- und Elektroindustrie werden wegen nachhaltiger Mängel aussortiert. „Was zwischen dem Entlassen aus der Schul- in die Berufswelt hinein daneben geht, kriegen wir später mit unermesslich hohen sozialen Kosten in Rechnung gestellt“, betont Schmidt.

Auch die Kultusminister aller deutschen Bundesländer haben es sich in diesem Jahr zum Ziel gesetzt, die Abbrecherquoten um die Hälfte senken.

dpa

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