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Nachrichten Wirtschaft Haushalte wechseln öfter ihren Energielieferanten
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00:17 23.11.2017
Von Jens Heitmann
Der Kampf um die Kunden wird härter: Nur noch jeder fünfte Haushalt ist in der Gasgrundversorgung gebunden. Quelle: Rudolf/dpa
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Hannover

Wie aus dem aktuellen Monitoringbericht der Bundesnetzagentur und des Bundeskartellamtes hervorgeht, ist die Wechselquote beim Gas von 9,2 auf 12,3 Prozent gestiegen – und damit auf den höchsten Stand seit der faktischen Öffnung des Gasmarktes für neue Anbieter. Beim Strom erhöhte sich die Wechselrate von 10,4 auf 11,4 Prozent.

Versorgerwechsel lohnt sich

Der Wechsel zu einem neuen Versorger oder in einen anderen Tarif beim Anbieter vor Ort zahlt sich aus: Im vergangenen Jahr lag der durchschnittliche Gaspreis für einen Durchschnittshaushalt bei Belieferung durch einen anderen Anbieter als den lokalen Platzhirschen bei 5,78 Cent je Kilowattstunde – bei Sonderverträgen mit dem örtlichen Versorger waren es 6,07 Cent. Nur noch rund ein Fünftel der Gaskunden ist im teuersten Tarif - der Grundversorgung - gebunden.

Beim Strom lassen sich laut Monitoringbericht noch rund 71 Prozent der Haushalte von ihrem örtlichen Stadtwerk oder Regionalversorger beliefern - der Anteil der Abnehmer im Grundversorgungstarif ist erneut leicht gesunken und lag zuletzt bei knapp 31 Prozent. Knapp 29 Prozent der Kunden werden inzwischen von einem ortsfremden Lieferanten mit Strom versorgt, im Vorjahr waren es knapp 25 Prozent.

Auch beim Strom lohnt sich der Wechsel: Ein Kunde mit einem Verbrauch von 3500 Kilowattstunden im Jahr spare durch einen Sondervertrag mit seinem Versorger vor Ort im Durchschnitt 47 Euro im Jahr und bei einem Wechsel zu einem anderen Anbieter rund 64 Euro im Jahr, heißt es in dem Bericht. In Preisvergleichsportalen im Internet loben viele Versorger darüber hinaus Boni und Wechselprämien aus. Der Durchschnittspreis für Haushaltkunden lag am 1. April 2017 bei 29,86 Cent je Kilowattstunde und damit um 0,2 Prozent über dem Vorjahreswert.

Nach Einschätzung der Wettbewerbsbehörden haben die Großkonzerne ihre Vormachtstellung bei der Stromerzeugung trotz Energiewende behauptet. Demnach konnten RWE, Vattenfall, EnBW Eon/Uniper und Leag im vergangenen Jahr ihren Marktanteil in Deutschland sogar leicht auf rund 69 Prozent ausbauen. Dennoch machen die Netzagentur und das Kartellamt „rückläufige Marktmachttendenzen“ aus: Sie verweisen hier auf die Überkapazitäten bei konventionellen Kraftwerken - und den wachsenden Anteil von Ökostrom, der bei der Einspeisung in die Netze Vorrang genießt und in die Berechnung der Marktanteile nicht mit einbezogen wird. Der Anteil der Großkonzerne beim grünen Strom liegt bei 6 Prozent.

Gaskraftwerke öfter am Netz

Die in Deutschland installierte Erzeugungskapazität ist 2016 erneut gestiegen: Von den 212 (Vorjahr: 205) Gigawatt ist inzwischen knapp die Hälfte den erneuerbaren Energieträgern zuzuordnen. Weil im vergangenen Jahr jedoch der Wind nur selten stark wehte und auch Solaranlagen weniger Kilowattstunden lieferten als 2015, waren Gaskraftwerke deutlich öfter am Netz - die von ihnen produzierte Strommenge stieg um rund 37 Prozent.

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