Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Wirtschaft SUV-Offensive sorgt für glänzende Aussichten
Nachrichten Wirtschaft SUV-Offensive sorgt für glänzende Aussichten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:21 30.11.2017
Mitarbeiter arbeiten an einer Fertigungsstrecke vom VW Golf 7 im Volkswagen Werk in Wolfsburg
Anzeige
Wolfsburg

Volkswagen kommt mit der Sanierung seiner Kernmarke VW schneller voran als erhofft. Vor allem dank der Einführung neuer SUV-Modelle sei  man wieder auf Wachstumskurs und steuere im laufenden Jahr auf einen Absatzrekord zu, sagte Konzernvorstand und Markenchef Herbert Diess am Donnerstag in Wolfsburg.  Parallel treibe die Marke ihre Neuausrichtung voran: „Mit den SUV verdienen wir das Geld, das wir für die Wende zur Elektromobilität brauchen.“ Die Marke VW um die Modelle Golf, Passat und Tiguan ist die wichtigste im Konzern  – auf sie entfallen etwa 60 Prozent aller Verkäufe.

Von Januar bis Ende Oktober hat die Marke VW weltweit rund 5 Millionen Autos verkauft - ein Plus von 3,2 Prozent. Besonders dynamisch lief das Geschäft in Südamerika und Russland mit zweistelligen Zuwachsraten, aber auch China als wichtigster Markt lag zuletzt im Plus. Nur in Deutschland verzeichnete die Marke ein Minus von knapp 7 Prozent – die Kunden hätten dem Konzern die Diesel-Affäre nachhaltig übel genommen, sagte Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann: „Im Heimatmarkt haben wir an Vertrauen verloren.“ Zudem hatte der Konzern die Zahl der Mitarbeiter-Fahrzeuge reduziert, um keinen Verfall  bei den Gebrauchtwagen-Preisen zu riskieren.

Nach Einschätzung von Stackmann wird die Stimmung der einheimischen Käufer gegenüber VW aber wieder positiver. Dazu habe auch die Umweltprämie beigetragen, die Volkswagen zum Umtausch alter Dieselfahrzeuge in neuere Modelle anbietet.  Bisher hätten rund 50.000 Kunden Gebrauch davon gemacht, knapp jeder zehnte habe sich dabei für alternative Antriebe vom Elektromotor bis zum Flüssiggasantrieb entschieden, hieß es.

Bis 2020 will die Marke VW jedes Jahr mehr als zehn neue Modelle auf den Markt bringen, darunter viele margenträchtige SUV. Ziel sei es, bis dahin zum wichtigsten Volumenhersteller in allen Weltregionen aufzusteigen, sagte Diess.  Nachholbedarf sieht Volkswagen vor allem in den USA und in Teilen Asiens. Aber auch unter dem Strich sollen sich die Anstrengungen lohnen: Die Kernmarke will ihre Rendite bis 2025 auf 6 Prozent erhöhen. Für das laufende Jahr hatte Diess bisher eine Spanne von 2,5 bis 3,5 Prozent angekündigt  – jetzt soll die Ertragsrate „moderat“ über dieser Zielgröße liegen.

Ein wichtiger Baustein ist der sogenannte Zukunftspakt, auf den sich Management und Betriebsrat verständigt haben. Das Sanierungsprogramm sieht in Deutschland den Abbau von 23.000 Arbeitsplätzen vor – 9000 neue Stellen sollen vor allem in den Bereichen Elektroantrieb und Digitalisierung entstehen. Bis 2020 will die Marke ihre Kosten jährlich um 3,7 Milliarden Euro senken. Im laufenden Jahr wurden bislang 3800 Jobs abgebaut und 2000 neu geschaffen. Das für 2017  angepeilte Ziel von 9200 unterschriebenen Altersteilzeit-Verträge werde größtenteils erreicht, hieß es.

„Wir haben die grundlegende Neuausrichtung eingeleitet, die Strategie greift“, sagte Diess.  Die Marke sei aber noch längst nicht am Ziel.  „Wir haben erst die ersten fünf Kilometer eines Marathonlaufes absolviert.“

Von Jens Heitmann

Wirtschaft Landwirtschaft - Miet’ dir eine Kuh

Käseliebhaber können sich jetzt von ihrer eigenen Kuh versorgen lassen. „Kuh4You“ heißt das bei einem Bauern in Österreich, der das Angebot als einer der ersten im Programm hatte. Gegen einen Mietpreis bekommen die Kunden Milchprodukte von ihrem Tier geliefert. Das Konzept kommt gut an – aber es ist auch nicht ganz billig.

30.11.2017

Der enorm teure Dieselskandal zwang VW erst recht zum Sparen – dabei hatte der Autobauer ohnehin vor, profitabler zu werden. Wichtige erste Schritte sollen jetzt gemacht sein. Aber der Balanceakt aus Renditezielen und Milliardeninvestitionen ist nicht einfach.

30.11.2017

Ausländische Online-Händler betrügen den deutschen Fiskus um die Umsatzsteuer und nutzen dafür Online-Plattformen wie Amazon und Ebay. Doch das wollen die Landesfinanzminister nicht länger hinnehmen. am Donnerstag beschlossen sie in Berlin, die Internet-Riesen in die Haftung zu nehmen.

03.12.2017
Anzeige