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Wirtschaft Lufthansa fliegt höchsten Gewinn ihrer Geschichte ein
Nachrichten Wirtschaft Lufthansa fliegt höchsten Gewinn ihrer Geschichte ein
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22:51 15.03.2018
Lufthansa-Chef Carsten Spohr präsentiert gute Zahlen. Quelle: imago/DeFodi
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Frankfurt

 Die Lufthansa hat im Jahr der Air-Berlin-Pleite das beste Ergebnis ihrer Geschichte eingeflogen. Der Gewinn stieg im Vergleich zum Vorjahr um ein Drittel auf 2,4 Milliarden Euro, wie der Konzern am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Der Umsatz erhöhte sich auch wegen der Übernahme von Teilen der Air-Berlin-Flotte um rund 12 Prozent auf 35,6 Milliarden Euro. Wegen der steigenden Treibstoffkosten werde man das Ertragsniveau im laufenden Jahr nicht ganz halten können, sagte Vorstandschef Carsten Spohr: „Wir werden unseren Modernisierungskurs konsequent fortsetzen.”

 Für 2017 will die Lufthansa die Ausschüttung um 60 Prozent anheben - auf 80 Cent je Aktie. In den kommenden Jahren solle die Dividende mindestens auf dieser Höhe bleiben, sagte Finanzvorstand Ulrik Svensson. In den vergangenen Jahren hatten die Aktionäre nur 45 bis 50 Cent je Aktie erhalten.

Dass im laufenden Jahr die Gewinne nicht mehr ganz so üppig sprudeln, liegt Spohr zufolge an den um 700 Millionen Euro steigenden Kerosinkosten und Engpässen beim geplanten Wachstum. Aus der Übernahme großer Teile der Air-Berlin-Flotte werde man im laufenden Jahr wegen der Anlaufkosten noch leichte Verluste realisieren, rechne aber ab 2019 Jahr mit positiven Beiträgen.

 Lufthansa habe trotz der wettbewerbsrechtlichen Auflagen der EU ihr ursprüngliches Ziel bei der Air Berlin-Übernahme erreicht, erklärte Spohr. 77 der zuletzt 144 Air-Berlin-Flieger seien inzwischen für den Lufthansa-Konzern unterwegs, 52 davon bei der stark wachsenden Tochter Eurowings. „Wir hätten gerne ganze Betriebe übernommen“, sagte Spohr mit Blick auf die von der EU-Kommission unterbundene Übernahme der Air-Berlin-Tochter Niki, die nun wieder von ihrem Gründer Niki Lauda betrieben wird.  Nach den Aus von Air Berlin rechnet Spohr mit weiteren Airline-Pleiten in Europa: „Drei Insolvenzen im besten Jahr der Luftfahrt sind ein klares Signal, dass der Ausleseprozess noch nicht zu Ende ist.“ 

 Der Lufthansa-Konzern mit zuletzt 728 Flugzeugen hat seine Wachstumspläne für das laufende Jahr nach unten korrigiert: Das Flugangebot soll jetzt nur noch um 9,5 Prozent statt wieursprünglich geplant um 12 Prozent steigen. Spohr räumte ein, dass auch wegen der Kapazitätssteigerungen anderer Anbieter stellenweise Überkapaziäten drohten. Das gelte aber vor allem für Märkte, in denen Lufthansa nicht so stark vertreten sei.

 Als Gründe für den stockenden Flottenaufbau nannte der Lufthansa-Chef Lieferprobleme der Flugzeughersteller. Sowohl die Airbus A320neo als auch die neue C-Serie von Bombardier würden nicht so schnell einsatzfähig sein wie geplant. Dazu kamen noch Probleme bei der A320neo mit Pratt-Triebwerken, die Lufthansa aus Sicherheitsgründen für mehrere Tage am Boden ließ. Auch bei der Einstellung und Schulung neuer Flugzeugbesatzungen geht es nicht so schnell wie gewünscht. Lufthansa versuche daher in ganz Europa Flugzeuge samt Crews anzumieten. 

Von Christian Ebner und Steffen Weyer

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