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00:27 12.04.2018
ILLUSTRATION - Ein Mann fährt am 05.06.2014 in München (Bayern) auf einem Fahrrad an Bürogebäuden vorbei. Foto: Tobias Hase | Verwendung weltweit Radfahrer Dienstrad Quelle: dpa Themendienst
Stuttgart/Hannover

  Ernst schaut der bärtige Mann in die Kamera, die Hände auf dem Lenker eines nagelneuen Rads. Auf sein Dienstfahrrad war der junge Robert Bosch so stolz, dass die Fotografie 1890 sogar seine Visitenkarte zierte. Fast 130 Jahre später setzt der Konzern wieder aufs Dienstrad: Seit Februar können die bundesweit rund 100 000 Mitarbeiter von Bosch Fahrräder und E-Bikes günstig über das Unternehmen leasen. 

 Bosch steht mit diesem Angebot nicht alleine da: Beschäftigte von SAP, DHL, Rewe, der Bahn und anderen Unternehmen fahren ebenfalls mit geleasten Rädern. Auch einige hannoversche Arbeitgeber leasen schon Zweiräder für ihre Mitarbeiter, darunter große wie die Üstra und die Versicherung Wertgarantie sowie kleine wie das Ingenieurbüro Wolf + Weiskopf. 

Bundesweit dürfte es mehr als 200 000 geleaste Diensträder geben, schätzt Ulrich Prediger. Der Gründer des Freiburger Leasing-Anbieters JobRad gilt als Pionier der Branche. Auf Initiative von ihm und seinen Mitstreitern weiteten die Finanzbehörden 2012 die Steuervorteile von Autos auf Fahrräder und E-Bikes aus. 

Sparen durch Entgeltumwandlung

 Das bedeutet, dass Mitarbeiter günstiger an die Gefährte kommen: In der Regel least der Arbeitgeber das Rad, wandelt einen Teil des Bruttogehalts um und bedient damit die Leasingrate. Weil dadurch das zu versteuernde Einkommen sinkt, müssen sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer weniger Abgaben leisten. Am Ende des Leasingvertrags können die Beschäftigten das Rad zum Gebrauchtpreis übernehmen. 

 Die Arbeitgeber kostet das Leasing meist nichts. Dienstleister wie JobRad, Company Bike Solutions oder Eurorad übernehmen den Großteil des Papierkrams und bringen die Kunden mit Fahrradhändlern zusammen. 

 „Ziel ist es, die Administration für den Arbeitgeber so gering wie möglich zu halten“, sagt Ulrich Prediger. Denn den vermeintlichen Aufwand scheuen die meisten Firmen, ist seine Erfahrung: „Viele haben weiterhin Dienstwagen im Kopf, Themen wie Strafzettel, Führerscheinkontrollen, Halterhaftung. Beim Dienstrad ist das alles unendlich viel einfacher.“ 

E-Bikes für 4000 Euro

 Die weiteren Argumente sprechen für sich. „Die Arbeitswege werden mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zurückgelegt, und die Arbeitnehmer müssen für teure Fahrräder nicht sparen“, sagt Rico Mattke vom hannoverschen E-Bike-Händler  E-Motion, der mit Leasing-Firmen wie Jobrad zusammenarbeitet. Viele würden sich für hochwertige E-Bikes im Wert von 3000 bis über 4000 Euro entscheiden.

Bei der Üstra haben mittlerweile 340 der rund 2000 Mitarbeiter insgesamt 520 Räder geleast. Denn jeder Angestellte kann bis zu zwei Modelle auf diese Weise nutzen. „Die Zahlen zeigen, dass das Angebot ein großartiger Erfolg ist“, sagt Üstra-Sprecher Udo Iwannek

Ein echter Jobmotor sind die Dienstfahrräder für die Leasing-Firmen. JobRad zählt bundesweit über 7500 Arbeitgeber mit mehr als 1,5 Millionen Beschäftigten zu seinen Kunden. Rund 4500 Fahrradhändler gehören dem JobRad-Netzwerk an. Allein in diesem Jahr will Inhaber Ulrich Prediger 60 neue Mitarbeiter einstellen. 

Von Alexia Angelopoulou und Christian Wölbert

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