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Übersicht Krankenkassen-Reserven steigen auf 16,5 Milliarden

Rücklagen-Rekord Krankenkassen-Reserven steigen auf 16,5 Milliarden

Der Bundestagswahlkampf im Herbst könnte von diesen Zahlen beeinflusst werden: Im ersten Quartal 2017 hat die gesetzliche Krankenversicherung einen Überschuss von über 600 Millionen Euro erwirtschaftet. Während das Rekordhoch bei den Rücklagen steigt, könnten nun die Beiträge der Versicherten sinken.

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Die Krankenkassen verbuchen einen Rekordüberschuss.

Quelle: epd-bild/Norbert Neetz

Frankfurt/Main. Die gesetzlichen Krankenkassen haben in den ersten drei Monaten dieses Jahres einen Überschuss von 620 Millionen Euro erzielt, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Das Plus liege um gut 200 Millionen Euro über dem des Vorjahresquartals, schreibt die Zeitung. Insgesamt sind die Rücklagen der gesetzlichen Krankenversicherung damit auf den Rekordwert von 16,5 Milliarden Euro gestiegen.

Noch im Jahr 2015 kompensierten die Kassen ein Milliardendefizit im Etat durch die Anhebung der Zusatzbeiträge. Den Versicherten blieb auf dem Gehaltszettel weniger Netto vom Brutto. Ob die Beiträge wegen des Rücklagenhochs mittelfristig wieder sinken, könnte ein Thema beim Bundestagswahlkampf im Herbst werden.

Nicht jede Krankenkasse erfährt einen Aufschwung

Die Finanzentwicklung der einzelnen Kassen verläuft der „FAZ“ zufolge unterschiedlich. So hätten die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) im Jahresvergleich ihren Überschuss von 72 auf 361 Millionen Euro ausgebaut. Dagegen sei der Gewinn im ersten Quartal bei den Ersatzkassen im Jahresvergleich von 206 auf 155 Millionen Euro gesunken. Die Betriebskrankenkassen hätten ihr Plus von 38 auf etwa 30 Millionen Euro reduziert, die Innungskassen den Überschuss auf rund 17 Millionen halbiert.

Während die AOK ihr striktes Kosten- und Vertragsmanagement als Grund für die gute Entwicklung nannten, beklagten die Ersatzkassen gegenüber der „FAZ“ Fehlsteuerungen durch den Finanzausgleich der Kassen. Wegen der wachsenden Kritik hat Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) ein Gutachten zu Reformnotwendigkeiten des Finanzausgleichs in Auftrag gegeben, das im Herbst vorliegen soll.

Von RND/dpa

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