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Wirtschaft Leidensdruck der Konkurrenz hilft
Nachrichten Wirtschaft Leidensdruck der Konkurrenz hilft
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20:39 23.10.2018
Talanx setzt auf neue Geschäftsfelder. Quelle: Sebastian Gollnow/dpa
Hannover

Seit dem Amtsantritt von Torsten Leue geht es mit der Talanx bergab – zumindest an der Börse. Anfang Mai erreichte die Aktie mit 37,66 Euro ihr Allzeithoch, nachdem der neue Vorstandschef im Anschluss an die Hauptversammlung die Führung der Geschäfte übernahm, haben die Papiere deutlich an Wert verloren. Der Tiefpunkt war Mitte Oktober erreicht, als der Konzern die Gewinnerwartungen für das laufende Jahr nach unten korrigieren musste.

Noch ist das aber kein Misstrauensvotum: Die Investoren haben registriert, dass die Probleme nur die Industrieversicherung betreffen und die anderen Sparten auf Kurs liegen. Zudem kommt der Konzern mit der Sanierung der chronisch defizitären Feuerversicherung voran, die für rund ein Fünftel der Beiträge im Industriegeschäft steht. Entsprechende Versuche hat es auch früher schon gegeben, zuvor waren sie jedoch immer an der Unvernunft der Branche gescheitert: Sobald ein Konkurrent die Preise anhob, fanden sich immer Wettbewerber, die mit günstigeren Policen Kunden für sich gewinnen wollten.

Dass es dieses Mal anders sein könnte, liegt am hohen Leidensdruck: Der Branchenverband GDV schätzt, dass seine Mitglieder in diesem Bereich im laufenden Jahr mit jedem Euro Beitrag einen Verlust von 15 Cent erwirtschaften – für Dumpingangebote ist da eigentlich keine Luft mehr. Einige Anbieter sollen sich aus dem Markt bereits zurückgezogen haben. Die Talanx zeigt sich selbstbewusst und will die Preise in der Feuerversicherung bis 2020 um 20 Prozent anheben. Sollte das gelingen und sich die Stimmung an der Börse bessern, könnte es auch mit dem Aktienkurs wieder nach oben gehen.

Von Jens Heitmann

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