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Wirtschaft Wenig Grund für Optimismus
Nachrichten Wirtschaft Wenig Grund für Optimismus
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20:31 19.10.2018
Händler an den Börsen – hier in New York – werden allmählich nervös. Quelle: dpa
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Die Liste wird immer länger. Bereits im ersten Halbjahr mussten 42 börsennotierte Unternehmen in Deutschland ihre Geschäftserwartungen nach unten korrigieren, seither sind noch ein paar prominente Namen hinzugekommen – Continental und Daimler haben ihre Aktionäre gleich zweimal negativ überrascht. Nicht nur bei den Investoren schwindet die Zuversicht, auch die Ökonomen streichen ihre Wachstumserwartungen zusammen.

Gründe dafür gibt es viele: die Haushalts- und Währungskrisen in Italien, der Türkei und Argentinien, ein chaotischer Ausstieg der Briten aus der EU, die neuesten Twitter-Nachrichten aus dem Weißen Haus. Dass sich nun auch noch das Wachstum in China verlangsamt, schürt die Skepsis zusätzlich. Der Einbruch des Aktienmarktes belastet in der Volksrepublik offenbar auch die Verbraucher – im September wurden zum dritten Mal in Folge weniger Autos verkauft als in den Vorjahresmonaten. Erstmals seit drei Jahrzehnten könnte der Pkw-Absatz insgesamt sinken.

Die schwächelnde Nachfrage weltweit trifft die exportorientierten deutschen Unternehmen besonders stark. Die börsennotierten Firmen erzielen nur rund ein Fünftel ihres Umsatzes im Inland – 30 Prozent entfallen auf das übrige Europa, rund 20 Prozent auf die USA und jeweils 15 Prozent auf China und die restliche Welt. Wenn sich auf einer wachsenden Anzahl von Märkten die Anzeichen mehren, dass der nach Ende der akuten Finanzkrise begonnene Aufschwung auf sein Ende zusteuert, gibt es wenig Grund für Optimismus. Einige mögen noch auf eine Jahresendrallye hoffen, andere stellen sich eher auf die nächste Rezession ein.

Von Jens Heitmann

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