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Wirtschaft Enercon: Erst Vorteil, jetzt doppelter Nachteil
Nachrichten Wirtschaft Enercon: Erst Vorteil, jetzt doppelter Nachteil
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19:58 02.08.2018
Enercon war nie ein Billigheimer: Herzstück einer Windkraftanlage des Anlagenbauers Enercon bei der Hannover Messe. Quelle: dpa
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Hannover

Auf zwei Dinge war man bei Enercon immer stolz: Zum einen ist es dem Unternehmen gelungen, sich trotz harter Konkurrenz als Marktführer in Deutschland zu behaupten. Zum anderen stellt der Konzern den Großteil der Komponenten für seine Windkraftanlagen in eigener Regie her – eine solche Fertigungstiefe ist in der Industrie ungewöhnlich. Beides war lange von Vorteil, doch mit der Reform der Ökostromförderung ist daraus ein doppelter Nachteil geworden.

Enercon verstand sich nie als Billigheimer der Branche. Die höheren Preise hat das Unternehmen mit der hohen Verfügbarkeit seiner Anlagen und einem guten Service gerechtfertigt. Angesichts der hohen Einspeisevergütung hierzulande war das für viele Betreiber ein überzeugendes Kaufargument – bei einer Förderdauer von 20 Jahren amortisierten sich die anfänglich höheren Kosten im Laufe der Zeit, unter dem Strich stimmte die Rendite am Ende.

Nun aber werden weltweit die Subventionen für die Windenergie gekappt. In Deutschland gibt es keine garantierten Fördergelder mehr – an ihre Stelle sind Auktionen getreten: Dabei bekommt jener Betreiber den Zuschlag, der den geringsten Preis für den Bau eines Windparks bietet. Seither haben sich die Vergütungen deutlich verringert – folglich fordern die Kunden entsprechende Preisabschläge von den Herstellern. Das zwingt diese dazu, ihre Kosten zu senken; für die teuren Standorte in Deutschland ist das keine gute Nachricht. Die Konkurrenten von Enercon sind schon länger auf der Flucht – jetzt, so scheint es, gibt es auch für die Ostfriesen kein Halten mehr.

Von Jens Heitmann

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