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Wirtschaft Karstadt-Eigentümer Signa will Kaufhof übernehmen
Nachrichten Wirtschaft Karstadt-Eigentümer Signa will Kaufhof übernehmen
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00:16 04.11.2017
Künftig Teil eines gemeinsamen Konzerns? Kaufhof und Karstadt in Hannover. Quelle: Ralf Decker
Hannover

Die kanadische Firma Hudson’s Bay Company (HBC) hat nach eigenen Angaben ein Übernahmeangebot für ihre deutsche Warenhaustochter Kaufhof erhalten - vom österreichischen Karstadt-Eigentümer Signa. Das Unternehmen mit Sitz in Toronto bestätigte am Mittwoch, dass ein „unvollständiges, nichtbindendes und unaufgefordertes Angebot“ von der Signa Holding GmbH eingegangen sei. Die Offerte enthalte keine Anhaltspunkte für die Finanzierung, teilte HBC außerdem mit. Signa war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Hudson’s Bay Company reagierte damit auf Medienberichte, wonach Signa ein Angebot in Höhe von 3 Milliarden Euro für die angeschlagene Warenhauskette vorgelegt habe. Der Konzern bestätigte, dass sich das Angebot auf das deutsche Geschäft von Kaufhof sowie auf andere Immobilienwerte beziehe.

Die Offerte werde nun sorgfältig geprüft. Ansonsten verfolge man weiterhin konzentriert die bisherige Strategie und Planungen zum Geschäft für die anstehenden Feiertage, hieß es. Zumindest indirekt wird in der Mitteilung angedeutet, dass man sich nicht von der deutschen Warenhaustochter trennen möchte: „Wie wir früher bereits gesagt haben, ist unser europäisches Geschäft ein wichtiges Element der Unternehmensstrategie.“

Nach eigenen Angaben wurde HBC von der kanadischen Aufsichtsbehörde IIROC dazu angehalten, öffentlich auf die Berichte zu reagieren. Weitere Kommentare werde es nicht geben - es sei denn, diese seien gesetzlich erforderlich.

Hudson’s Bay Company steckt ebenso wie die mit Verlusten und rückläufigen Umsätzen kämpfende Tochter Kaufhof schon seit einiger Zeit in einer Krise. Erst kürzlich haben sich die Kanadier - kurz vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft - von ihrem Chef Jerry Storch getrennt.

HBC hatte Kaufhof erst vor zwei Jahren übernommen. Die wirtschaftliche Lage der Kaufhauskette hat sich seit Anfang des Jahres verschlechtert. Zuerst zweifelten Warenversicherer an ihrer Bonität. Dann forderte Kaufhof die Gewerkschaft Verdi auf, Verhandlungen über einen Sanierungstarifvertrag aufzunehmen. Die Mitarbeiter sollen nun Gehaltseinbußen hinnehmen.

Mehrere Versuche gescheitert

Gerüchte über ein mögliches Zusammengehen von Karstadt und Kaufhof gibt es seit Jahren. Schon vor zwei Jahren hatte sich die Signa-Holding des österreichischen Investors und Karstadt-Eigentümers René Benko für eine „Deutsche Warenhaus AG“ starkgemacht. Signa unterlag im Bieterrennen um den milliardenschweren Kaufhof-Erwerb aber gegen HBC.

Bereits im Jahr 2008 wollte die damalige Karstadt-Mutter Arcandor die Kaufhof-Kette übernehmen. Und 2009 plante wiederum der damalige Kaufhof-Eigentümer Metro, Karstadt zu kaufen. Medienberichten zufolge wollte Metro nach einer Fusion 40 der damals insgesamt 206 Filialen von Karstadt und Kaufhof schließen.

Kaufhof betreibt in Niedersachsen sechs Filialen, Karstadt sieben. Hinzu kommen drei Standorte von Karstadt Sports, das ebenfalls zu Signa gehört. In Hannover und Braunschweig sind sowohl Kaufhof als auch Karstadt vertreten.

Von Matthias Arnold und Christian Wolbert

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