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Wirtschaft Waggonfirma schließt ohne Vorwarnung
Nachrichten Wirtschaft Waggonfirma schließt ohne Vorwarnung
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00:43 06.05.2018
Erst vor kurzem hatte die Belegschaft von Jungenthal Waggon einen neuen Tarifvertrag erkämpft. Nun wird der Betrieb in Misburg geschlossen.  Quelle: Frank Wilde
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Hannover

  Völlig überraschend hat die Jungenthal-Waggon GmbH im Misburger Hafen ihren Betrieb eingestellt. Die 70 Mitarbeiter erfuhren davon ohne Vorwarnung erst am Mittwoch beim Arbeitsbeginn und mussten unverrichteter Dinge wieder nach Hause gehen. Das Unternehmen will das Werk schließen und begründet dies mit anhaltenden Verlusten. 

Von einem „krassen Fall“ und „unfreundlichen Akt“ sprach ein Sprecher der Gewerkschaft IG Metall. Zwar seien die Schwierigkeiten des Standortes schon länger bekannt, aber dies sei kein Grund, die Beschäftigen so „vor den Kopf zu stoßen“. Da die Arbeitsverträge weiter gültig sind, bekommen diese ihren Lohn vorerst weiterbezahlt. 

Jungenthal-Waggon gehört der deutschen Tochter der GATX Rail Europe mit Hauptsitz in Wien. Diese ist wiederum eine 100-prozentige Tochter des US-Konzerns GATX Corporation und unterhält in Europa nach eigenen Angaben eine Flotte von mehr als 23 000 Kessel- und Güterwagen. Dazu gehören auch zwei Werke für Neubau beziehungsweise Instandhaltung von Waggons – eines in Polen, das andere in Misburg. Laut GATX schreibt das Werk trotz „vielfacher Restrukturierungsbemühungen“ seit Jahren rote Zahlen. Das Management werde nun mit dem Betriebsrat in Verhandlungen über einen Sozialplan treten, „um Abfindungspakete zu vereinbaren und die betroffenen Mitarbeiter bei der Suche nach neuen Arbeitsplätzen zu unterstützen”. 

Jungenthal ist auf die Wartung, Instandsetzung und Reinigung von Kesselwagen zum Transport flüssiger Gase spezialisiert. Der Betrieb ist nicht tarifgebunden, so dass die Mitarbeiter dort zu schlechteren Konditionen arbeiten, als sie der Flächentarifvertrag für die Metallindustrie vorsieht. Erst im Dezember hatte die IG Metall jedoch mit dem Unternehmen einen Tarifvertrag abgeschlossen, der eine Heranführung an den Metall-Tarifvertrag regelte.

Von Albrecht Scheuermann

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