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Wirtschaft Industrieländer sind die Gewinner der Globalisierung
Nachrichten Wirtschaft Industrieländer sind die Gewinner der Globalisierung
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13:35 08.06.2018
Vor allem Industrieländer zählen zu den großen Gewinnern der Globalisierung. Quelle: dpa
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Gütersloh

Die Globalisierung schreitet weiter voran und trotzt damit auch aktuellen Hürden wie Strafzöllen, Populismus und dem Brexit. Laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung wirkt sich die fortwährende Verknüpfung der Welt durchaus positiv aus, vor allem auf Industrieländer.

Das Ergebnis des diesjährigen Globalisierungsreports zeigt demnach, dass vor allem der wirtschaftliche Wohlstand der einzelnen Länder durch die Globalisierung zunimmt. Deutschland belegt dabei Platz sechs. Am meisten profitiert demnach die Schweiz, gefolgt von Japan, Finnland, Irland und Israel. Schlusslicht ist Indien, vorletzter China. Auch andere Schwellenländer wie Argentinien und Russland schneiden schlecht ab.

Weltweite Vernetzung, internationale Wirtschaft und kulturelle Vielfalt - die Globalisierung bringt viele Vorteile mit sich, vor allem für diese 10 Länder.

Wirtschaftsmacht USA im Mittelfeld

So legte das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in Deutschland von 1990 bis 2016 dank Globalisierung um 1150 Euro pro Einwohner und Jahr zu. In der Schweiz waren es im gleichen Zeitraum 1900 Euro, in Indien nur 20 Euro. Auch China und Mexiko verzeichnen mit 80 beziehungsweise 120 Euro pro Jahr unterdurchschnittliche Zuwächse.

Die Wirtschaftsmacht USA landet mit 445 Euro nur auf Platz 25 im Mittelfeld. Der Grund dafür laut Studie: „Ausgehend von einem hohen Globalisierungsgrad bauten die USA ihre internationalen Verflechtungen seit 1990 kaum aus. Entsprechend verhalten sind die Zuwächse beim Bruttoinlandsprodukt pro Kopf.“

Nicht nur Gewinner in Deutschland

Da es sich bei der Studie um Durchschnittberechnungen für ganze Länder handelt, zeigen die Zahlen keine einzelnen Globalisierungsverlierer. „Für Deutschland ist bekannt, dass zum Beispiel die Textil- und Teile der Elektronikbranche und auch einige Regionen Verlierer der Globalisierung sind – Nicht alle in Deutschland sind Gewinner“, sagte Autorin Cora Jungbluth der Deutschen Presse-Agentur. Handys zum Beispiel würden längst nicht mehr in Deutschland gefertigt, sondern in Asien.

Mensch muss im Mittelpunkt stehen

„Der Report zeigt: Globalisierung kann eindeutig Wohlstandsgewinne schaffen. Protektionismus ist der falsche Weg. Doch die Globalisierung muss so gestaltet werden, dass der Mensch im Mittelpunkt steht. Nur so können wir ihr Erfolgsversprechen einlösen“, kommentiert Aart De Geus, Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann-Stiftung, die Ergebnisse.

Sie spielt damit auch auf den internationalen Handelskonflikt unter US-Präsident Donald Trump an, der Einfuhrzölle auf Stahl und Aluminium verhängte. Er hat Freihandel wiederholt als schädlich für sein Land bezeichnet. Die EU reagierte auf die Maßnahmen ebenfalls mit Zöllen, etwa auf Whiskey und Motorräder. Ökonomen fürchten eine Eskalation des Streits.

42 Industrie- und Schwellenländer im Vergleich

Basis des nun veröffentlichten Bertelsmann-Reports sind Zahlen des Jahres 2016 von insgesamt 42 Industrie- und Schwellenländern. „Wir haben jetzt den dritten Report erstellt. Im Vergleich zu den Zahlen von 2014, als der Index insgesamt stagnierte, gab es jetzt eine leichte Erholung“, sagt Mitautorin Cora Jungbluth.

Die Stiftung vermutet, dass im Zuge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise vor rund zehn Jahren das Volumen im Welthandel zurückging und anschließend schwächer wuchs als vor der Krise. Anschließend gewannen die Binnenmärkte an Bedeutung und somit fielen die Zuwächse beim Bruttoinlandsprodukt getrieben durch die Globalisierung insgesamt geringer aus.

Von RND/dpa/lf

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