Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Wirtschaft In Genf schläft man am teuersten
Nachrichten Wirtschaft In Genf schläft man am teuersten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:32 16.04.2018
Der Genfer See lockt viele Touristen – Geschäftsleute kommen wegen der zahlreichen internationalen Organisationen. Quelle: Foto: dpa
Anzeige
Frankfurt

Genf ist für Hotelgäste einer Studie zufolge ein besonders teures Pflaster. In der Schweizer Stadt, in der viele internationale Organisationen ihren Sitz haben, zahlen Gäste im Schnitt 242,90 Euro pro Nacht und Zimmer. Das ergab eine Auswertung des Prüfungs- und Beratungsunternehmens PwC. Genf war damit auch 2017 die teuerste Stadt von zwölf untersuchten europäischen Metropolen. Auf Platz zwei kam Paris (231,30 Euro), gefolgt von Zürich (203,90 Euro).

Unter den deutschen Städten hat die Banken- und Messestadt Frankfurt die höchsten Preise. Im Schnitt zahlen Hotelgäste hier 122,10 Euro pro Nacht. Im europäischen Me­tropolen-Ranking landete Frankfurt damit auf Platz acht. Berlin rangierte mit durchschnittlich 95,70 Euro pro Nacht auf Platz zehn.

Bundesweiter Schnitt sind 95 Euro

In Deutschland sind die Nettozimmerpreise nach Angaben des Hotelverbandes IHA im vergangenen Jahr insgesamt um 1,3 Prozent gestiegen – bundesweit zahlt man durchschnittlich 95 Euro die Nacht. Damit liegt Deutschland unter dem Wert des europäischen Auslands von 97 Euro (plus 2,5 Prozent).

Besonders profitiert hat die Hotelbranche von der gestiegenen Zahl internationaler Besucher – laut PwC reisten 2017 insgesamt 8 Prozent mehr nach Europa. Vor allem bei Touristen aus den USA, China und zunehmend auch wieder aus Russland würden europäische Reiseziele immer beliebter.

Starker Franken

Nach Einschätzung von PwC dürfte der europäische Hotelmarkt in diesem und im nächsten Jahr weiter zulegen, allerdings in etwas moderaterem Tempo. Grund seien globale politische Unsicherheiten und Konflikte. So hat sich beispielsweise das Verhältnis zwischen Russland und dem Westen in letzter Zeit kontinuierlich verschlechtert. Nach der Ankündigung neuer US-Sanktionen verlor außerdem der Rubel stark an Wert.

Bei den Übernachtungspreisen spielen Währungseffekte eine große Rolle. So ist zum Beispiel der Schweizer Franken gegenüber Euro und Co. vergleichsweise stark, was es für Gäste aus dem Ausland in dem Land teurer macht.

Von dpa/RND

Anzeige