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„Massive Verschwendung von Ressourcen“

Bitcoin „Massive Verschwendung von Ressourcen“

Kryptowährungen werden heftig diskutiert. Nach Ansicht des Ifo-Instituts kommt dabei jedoch ein Nachteil zu kurz: Die Produktionskosten seien viel höher als bei herkömmlichem Geld.

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Die Produktion des Bitcoin sowie weiterer Kryptowährungen  ist sehr aufwendig, kritisieren Wissenschaftler vom Ifo-Institut. 

Quelle: imago

München.  Die Kryptowährung Bitcoin ist vor allem wegen der starken Kursveränderungen und mangelnder Kontrolle umstritten, doch nach Ansicht des ifo-Institutes in München kommt ein anderer Aspekt viel zu kurz – nämlich die Kosten der Bitcoin-Produktion. Nach einer Untersuchung von Ifo-Forschern  summieren sich diese seit dem Jahr 2010 schon auf über 5 Milliarden Dollar.  „Häufig wird noch immer das idyllische Bild einer dezentralen, von vielen Freiwilligen erstellten Währung gezeichnet.“ Leider sei dies aber „komplett irreführend“. 

Die sogenannten „Miner“, also die Produzenten, müssten Arbeit, Energie und Kapital investieren. Die Kosten entstehen zum Teil durch den hohen Stromverbrauch in den Computerfarmen, die besonders in China an der Bitcoin-Erzeugung beteiligt sind. Aber auch die technische Infrastruktur sowie zahlreiche  Arbeitskräfte müssen bezahlt werden. Demgegen verschlinge das von den Zentralbanken auf den Markt gebrachte Bargeld nur relativ wenig Ressourcen, schreiben die Ifo-Experten. 

Der hohe Energieverbrauch hängt damit zusammen, dass Bitcoin-Schöpfung sowie Transaktionen mit äußerst aufwendigen Rechenoperationen verbunden sind, die entsprechend hohe Rechnerleistungen erfordern. Das Ifo-Institut schreibt von einem Stromverbrauch von 259 Kilowattstunden für eine einzige Bitcoin-Transaktion – dies sei genug, um einen US-Haushalt mehr als eine Woche mit Strom zu versorgen. Das Bitcoin-System leide „auch unter einer massiven Ressourcenverschwendung“. 

Auf dieses Problem hatte kurz zuvor bereits Eon-Chef Johannes Teyssen hingewiesen. „Bis 2020 könnte die Herstellung von Bitcoins „so viel Strom verschlingen, wie heute die ganze Welt verbraucht“, hatte der Energiemanager auf einer Tagung erklärt.  Man sehe daran,  „ dass hohe Energieverbräuche kein Alleinstellungsmerkmal der klassischen Schwerindustrie sind“ . Allerdings wies Teyssen auch darauf hin, dass  die Energieeffizienz der Bitcoin-Schürfcomputer in den vergangenen Jahren „signifikant“ gestiegen sei.

Von Albrecht Scheuermann

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