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Wirtschaft Hier investiert VW in Standorte
Nachrichten Wirtschaft Hier investiert VW in Standorte
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00:17 20.11.2017
Von Jens Heitmann
VW-Werk in Wolfsburg. Quelle: Julian Stratenschulte
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Hannover/Wolfsburg

„Volkswagen bekennt sich damit einmal mehr zu seinen niedersächsischen Wurzeln", sagte Weil.

Die Werke in Wolfsburg, Hannover, Braunschweig, Salzgitter, Emden und Osnabrück sollen nach Angaben der Arbeitnehmervertreter rund 7 Milliarden Euro bekommen. „VW geht die Weichenstellungen für seine künftige Ausrichtung konsequent und mit hohem Tempo an“, sagte Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh. Ziel sei es, Produkte und Investitionen so zu verteilen, dass die Beschäftigung gesichert werde und der Konzern dennoch den maximal möglichen Gewinn erziele. So wird das Geld verteilt:

Wolfsburg

Das größte Werk bekommt das meiste Geld. Nach Angaben des Betriebsrates investiert der Konzern in den Standort Wolfsburg bis 2022 insgesamt 3 Milliarden Euro. Um die Auslastung des Werkes zu sichern, wird dort die Fertigung des Golf konzentriert, der bisher auch in Zwickau gebaut wird. Wolfsburg bereite sich zudem auf die achte Generation des Golf vor. Mittelfristig sei der Bau eines SUV-Modells mit Elektroantrieb vorgesehen - damit steige das Werk „in die nächste Stufe der E-Mobilität ein“, erklärte der Betriebsrat. Zunächst will VW die Produktion von E-Autos in Zwickau bündeln.

Mitarbeiter: 60 563 bei VW, 1 761 bei Sitech
Aktuelle Produkte: unter anderem Golf, Tiguan, Touran, Komponenten
Investitionen 2018 bis 2022: 3 Milliarden Euro
(u. a. für Golf VIII, Golf Variant, neues Designzentrum)

Hannover

Für VW Nutzfahrzeuge stellt der Konzern bis 2022 rund 1,4 Milliarden Euro bereit. Mit dem Geld soll das Werk den Anlauf der siebten Generation des Transporters vorbereiten, der außer als Diesel und Benziner auch mit E-Antrieb auf den Markt kommen soll. Ein Ersatz für das Produktionsende des Geländewagens Amarok sei noch nicht gefunden, hieß es. Das Thema bleibe ebenso auf der Tagesordnung wie die Transformation der Wärmetauscher-Fertigung.

Mitarbeiter: 14 599 bei VW (14 265 VWN,
334 Komponenten), 358 bei MAN
Aktuelle Produkte: unter anderem T6, Amarok
Investitionen 2018 bis 2022: 1,4 Milliarden Euro (für T7 und neue Version des T6)

Emden

Für das ostfriesische Werk sind 1,1 Milliarden Euro vorgesehen - 270 Millionen Euro allein für eine neue Montagelinie. Um die zuletzt zu geringe Auslastung des Standorts zu erhöhen, wird dort die Produktion der Passat-Familie gebündelt - und die Produktion der neuen Generation vorbereitet. Zudem soll das Werk ein Modell zusätzlich bekommen. Zuletzt gab es Spekulationen um den Skoda Superb.

Mitarbeiter: 8832 bei VW, 445 bei Sitech
Aktuelle Produkte: unter anderem Passat, Arteon
Investitionen 2018 bis 2022: 1,1 Milliarden Euro
(u. a. für neue Montagelinie, Passat, Arteon-Variante)

Braunschweig

Für das Werk, das Fahrwerkkomponenten wie Achsen, Lenkungen und Dämpfer produziert, sind Investitionen von 750 Millionen Euro vorgesehen. Dabei gehe es auch um die Vorbereitung der Batterieproduktion für die geplanten E-Modelle.

Mitarbeiter: 7038 bei VW, 5754 bei Financial Services
Aktuelle Produkte: unter anderem Lenkungen,
 Dämpfer, Batteriesysteme
Investitionen 2018 bis 2022: 750 Millionen Euro (unter anderem für Dämpfer und Batteriesysteme)

Salzgitter

In das Motorenwerk will Volkswagen rund 800 Millionen Euro investieren - ein Viertel der Summe sei für die Umstellung auf die E-Mobilität gedacht, hieß es. Dazu zählen das „Center of Excellence“ für die Zellfertigung, die Erforschung der Brennstoffzelle und Produktionsanlagen für Teile des E-Motors.

Mitarbeiter: 6793 bei VW, 2507 bei MAN
Aktuelle Produkte: Otto- und Dieselmotoren
Investitionen 2018 bis 2022: 800 Millionen Euro (unter anderem für Batteriezelle, Brennstoffzelle, Verbrennungsmotoren)

Osnabrück

Das kleinste Werk in Niedersachsen soll künftig eine eigene Modellreihe bekommen, rund 80 Millionen Euro sind für die Modernisierung der Produktionsanlagen geplant.

Mitarbeiter: 2749
Aktuelle Produkte: unter anderem Tiguan, Porsche Cayman
Investitionen 2018 bis 2022: 80 Millionen Euro (unter anderem für Produktionsanlagen)

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