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Wirtschaft Herber Rückschlag für die Brauwirtschaft
Nachrichten Wirtschaft Herber Rückschlag für die Brauwirtschaft
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14:15 18.01.2018
Die Brauwirtschaft hat im vergangenen Jahr ein Absatzminus von zwei Prozent verzeichnet – einige große Brauereien haben angekündigt, ihre Preise anzuheben. Quelle: dpa
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Berlin

Die Deutschen kaufen weniger Bier: Der Deutsche Brauer-Bund schließt das Jahr 2017 mit einem Absatzminus von 2 Prozent ab. Mit 94 Millionen Hektoliter ausgeschenktem Bier kann die Branche nicht an die stabilen Jahre zuvor anknüpfen. Ein Hektoliter entspricht 100 Litern. Grund seien vor allem die vielen Biergarten-Besuche, die wegen Regen und Sturm ausgefallen seien. „Auch der Export hat keine neuen Impulse gesetzt, sondern war eher rückläufig“, sagt Verbandspräsident Jörg Lehmann.

600 Millionen Gläser weniger

Nach Einschätzung des Branchenmagazins „Inside“ wurden in Deutschland etwa 600 Millionen Gläser Bier (0,3 l) weniger getrunken, als im Jahr 2016. Das betreffe nicht nur kleine, sondern vor allem auch größere Brauhäuser. Von den zehn größten Biermarken haben dem „Inside“-Ranking 2017 zufolge sieben Absatzrückgänge verzeichnet. „Die Hoffnungen ruhen jetzt auf einem besseren Sommer und einer erfolgreichen Fußball-WM“, sagt Herausgeber Niklas Other.

Zahl der Brauereien wächst

Von schlechter Stimmung ist bei den Brauern aber keine Spur: „Die Zahl der Brauereien in Deutschland und die Vielfalt der Biere wird in den kommenden Jahren weiter wachsen, auch dank der Craft-Bewegung“, sagt Verbandspräsident Lehmann. Große Sportereignisse wie die Fußball-WM würden neue Impulse ins Biergeschäft bringen. „Außerdem entwickelt sich die Nachfrage nach alkoholfreien Bieren, die nicht Teil der amtlichen Bierstatistik sind, positiv.“

Große Hersteller heben Preise

Ganz ohne Folgen für den Verbraucher bleibt das Absatztief der Brau-Branche allerdings nicht: Experten diskutieren derzeit, ob die Aktionspreise im Einzelhandel von knapp 10 Euro den Bierabsatz fördern oder der Branche eher schaden. „Der Handel wird die Regalpreise anpassen müssen“, meint Other. Mehrere große Bierhersteller hätten für die kommenden Wochen bereits eine Erhöhung ihre Rampenpreise bei Flaschenbier angekündigt. Kastenpreise von rund 10 Euro dürften somit bald der Vergangenheit angehören.

Pils ist das Lieblingsbier der Deutschen

Die Deutschen mögen am liebsten Pils, dessen Marktanteil nach Verbandsangaben bei mehr als 50 Prozent liegt. Weizen liegt bei 7 Prozent, Export und Helles bei 6 Prozent. Weil Spezialprodukte wie aromatisiertes Craft Beer und regionale Produkte beliebter werden, steigt die Zahl der Brauereien inzwischen wieder. Deutschland ist weltweit der viertgrößte Bierproduzent - nach China, den USA und Brasilien. Im Inland geht der Absatz jedoch seit Jahren zurück, der Export sicherte den Brauern bislang aber eine stabile Produktion.

Von RND/dpa/lf

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