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Nachrichten Wirtschaft Harley, Ducati und mehr: Die Neuheiten der Intermot
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17:33 05.10.2018
Harley-Davidson zeigt die neue FXDR 114 im Dragster-Stil Quelle: Henning Kaiser/dpa-tmn
Köln

Röhren und Knattern war gestern? In den Hallen der Intermot in Köln stimmt das zumindest an einigen Ecken. Hier summen inzwischen an einer Reihe von Ständen Elektro-Motorräder statt der herkömmlichen Maschinen. Viele Neuheiten der großen Hersteller laufen aber noch mit Benzin. Die Bandbreite ist dabei groß: Sie reicht von Allroundern, Enduros und Retro-Bikes bis zu schweren Rennmaschinen.

„Die Elektrifizierung beim Motorrad findet heute eher bei kleinen, leichten Krafträdern statt, die für den Stadtverkehr geeignet sind“, sagt Fevzi Yildirim, Europa-Chef der Motorrad-Technikentwicklung von Bosch. Der Grund: Die noch relativ schwere Batterietechnik fällt dort nicht so stark ins Gewicht wie bei großen Maschinen.

Govecs etwa zeigt die Leichtkraftradversion der Elektro-Schwalbe, unter anderem mit Bosch-ABS. Äußerlich zeigt sie unverändert den Retrolook des gleichnamigen DDR-Mopeds. Verdoppelt sind mit 8 kW/11 PS sowohl die Motorleistung als auch das Spitzentempo von 90 km/h. Daher ist ein Motorradführerschein nötig, teilte der Hersteller mit.

Kymco bringt mit New Like 110 EV und Nice 100 EV gleich zwei E-Roller nach Köln. Die eingebaute Batterie ergänzen entnehmbare Akkus mit Tragegriff, so der Hersteller. Benzin tanken muss das Kymco-Update des Reiserollers Xciting, der nun als S 400i ABS 26,5 kW/36,1 PS und 38,1 Nm Drehmoment leistet. Das Smartphone kann mit dem Roller vernetzt werden und über das Display etwa über die nächste Tanke, das Wetter oder Anrufe informieren. Preis: ab 6599 Euro.

Auch Harley-Davidson hat voraussichtlich für Ende 2019 eine elektrische Maschine angekündigt. Es gab schon einen Prototypen mit Düsenjet-Soundmodul. Doch fürs Serienmodell sind genaue Daten und Ausgestaltung noch unbekannt. Hier und heute am Stand: unter anderem die neue FXDR 114 im Dragster-Stil. Sie hat eine flach angestellte Gabel, einen großen Luftfilter und Auspuff und ein kurzes Heck mit Einzelsitz. Sportlich will sich das Bike ab 24.995 Euro mit maximalen Schräglagen von rund 33 Grad fahren lassen.

Neue Modelle für junge Biker

Sport ist auch bei Kawasaki angesagt: So gibt es Auffrischungen für die Ninja-ZX-10R, SE und RR sowie die auf 170 kW/231 PS gesteigerte Supersportler Ninja H2. Neu für Einsteiger: Zwei neue 125er mit 11 kW/15 PS. Die Ninja 125 lehnt sich vollverkleidet an Supersportler an, und die Z125 gibt das Naked Bike mit weniger Verkleidungsteilen.

Junge Biker sind eine wichtige Zielgruppe: So zeigt Yamaha mit der überarbeiteten YZF-R125 ein Motorrad für den A1-Führerschein. Optisch lehnt sie sich mit neuer Vollverkleidung an Yamahas Motorsportmodell an. Der neue Motor mit 11 kW/15 PS soll bei unteren und mittleren Drehzahlen ein stärkeres Drehmoment liefern und effizienter bei Verbrauch und Kühlung sein.

Einen Klassiker hat BMW überarbeitet. Seine großen Reiseboxer zeigt BMW als große Enduro R 1250 GS zusammen mit der Touringschwester R 1250 RT. Der für die Reihe typische Zweizylinder-Boxer ist nun laut BMW kraftvoller, weniger durstig und laufruhiger. Der Hubraum erhöht sich auf 1254 ccm, und die Leistung steigt um 8 kW/11 PS auf 100 kW/136 PS bei 7750 U/min. Die Preise starten bei 16.150 Euro (GS) und 18.000 Euro (RT).

Seinen sportlichen Reisetourer 1290 Super Duke GT hat KTM überarbeitet. Unter anderem haben die Österreicher dem 1301-ccm-Motor neue Titan-Einlassventile spendiert. 129 kW/175 PS und 141 Nm Drehmoment stehen parat. Ein neues Schnellschaltsystem ist ebenso an Bord wie ein überarbeitetes semi-aktives Fahrwerk. Eine neu gezeichnete Front inklusive LED-Scheinwerfer und Kurvenlicht gehören ebenfalls zu den Neuerungen. Der Preis bleibt mit 18.395 Euro der alte.

Nachschub vom deutschen Hersteller Horex

Die vor einigen Jahren wiederbelebte deutsche Motorradmarke Horex zeigt mit der neuen VR6 Raw das drittes Modell ihrer Sechszylinder-Bikes mit 120 kW/163 PS. Sie entledigte sich einiger Verkleidungsteile und fährt im reduzierten schwarzen Look vor. Ein Sportauspuff und ein sportiv ausgelegtes Fahrwerk kennzeichnen das Bike ab 35.500 Euro.

Audi-Tochter Ducati frischt seine 800er Scrambler auf. Dazu gehören ab 9190 Euro Icon, Desert Sled, Café Racer und Full Throttle. Die Scrambler zeigen sich im Stil robuster, teils geländetauglicher Straßenmotorräder der 1960er, interpretieren ihn aber modern. Neu unter anderem: serienmäßiges Schräglagen-ABS. Der zentrale Scheinwerfer hat nun ein LED-Tagfahrlicht.

Zurück in die Zukunft geht es bei Suzuki: Die Japaner bringen 2019 die Katana zurück. Die originale halbverkleidete Sportmaschine war seit 1981 bekannt für ihr markantes Aussehen. Das zeigt auch die Nachfolgerin, die sich offiziell GSX-S 1000 S Katana nennt. Die Sportmaschine hat in der Verkleidung scharf gezeichnete Kanten und Sicken, die schräg nach vorn zusammenlaufen. Ihr 999-ccm-Reihenvierzylinder leistet 110 kW/150 PS.

E-Bikes lassen auf sich warten

Die in den USA beliebten Flachbahnrenner sind das Vorbild der neuen Indian FTR 1200. Das Rückgrat der rund 220 Kilo schweren Maschine im klassischen Rennlook bildet ein Gitterrohrrahmen zusammen mit einem hinteren Alu-Hilfsrahmen. Es gibt ein seitliches Federbein. Der V-Zweizylinder leistet 90 kW/120 PS.

Am Ende des Rundgangs steht fest: Die E-Revolution ist bei Motorrädern auf der Intermot noch nicht ausgebrochen. Bei den großen Bikes ist Elektro-Mobilität noch Zukunftsmusik - aber sie entwickeln sich weiter. Digital können sie inzwischen fast alle: Kaum ein Modell vom E-Roller bis zur Rennmaschine verzichtet auf Smartphone-Konnektivität beim Infotainment.

Die Messe in Köln läuft noch bis zum 7. Oktober.

Von RND/dpa

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