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Wirtschaft Trotz Diesel-Skandal: Volkswagen verdient und verdient
Nachrichten Wirtschaft Trotz Diesel-Skandal: Volkswagen verdient und verdient
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00:17 30.10.2017
„Eine Menge Zuversicht“: Die Neunmonatszahlen bei VW fallen besser aus als erwartet.Foto: dpa Quelle: Carmen Jaspersen
Wolfsburg

Trotz zusätzlicher Kosten in Milliardenhöhe für Rückruf und Nachrüstung manipulierter Dieselautos in den USA hat Volkswagen in den ersten neun Monaten dieses Jahres deutlich mehr verdient. Von Januar bis September kletterte der Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 30 Prozent auf 7,7 Milliarden Euro, wie der Konzern am Freitag in Wolfsburg mitteilte. Der Umsatz stieg in dieser Zeit um fast 7 Prozent auf knapp 171 Milliarden Euro.

Im dritten Quartal musste VW wegen der ausgeweiteten Rückstellungen zur Diesel-Affäre allerdings einen Gewinneinbruch hinnehmen: Der in dieser Periode verbuchte Nettoertrag rutschte im Jahresvergleich um mehr als die Hälfte auf 1,14 Milliarden Euro ab. Der Umsatz stieg von Juli bis September um knapp 6 Prozent auf 55 Milliarden Euro.

Ende September hatte der Konzern bekannt gegeben, dass Verzögerungen bei dem ohnehin schon kostspieligen Programm nochmals viel kosten - den Betrag bezifferte man nun auf 2,6 Milliarden Euro. Damit steigt die Rechnung zur Bewältigung der Abgaskrise auf über 25 Milliarden Euro. Gleichzeitig hat VW ein stattliches finanzielles Polster: Die Nettoliquidität lag Ende September bei 25,4 Milliarden Euro.

„Eine Menge Zuversicht“ zog Finanzvorstand Frank Witter aus den Neunmonatszahlen. „Das ist ein starkes Fundament, auf das wir aufbauen können.“ Konzernchef Matthias Müller nannte das Zwischenergebnis „beeindruckend“, es untermauere das Vertrauen der Kunden. „Dafür sind wir dankbar.“

Ergebnis über Erwartungen

Auch bei der Prognose äußerte sich VW nun optimistischer dank des guten Laufs bei den einzelnen Marken. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern werde im Gesamtjahr leicht über den bisher erwarteten 6 bis 7 Prozent operativer Umsatzrendite liegen. Auch dabei werden allerdings Sondereinflüsse herausgerechnet. Von Juli bis September betrug das so berechnete operative Ergebnis 4,32 Milliarden Euro, 15 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Bei der Kernmarke VW kommt der Konzern voran. Die Sparte mit Modellen wie Polo, Golf und Passat verdoppelte bis Ende September das um Sonderkosten für die Diesel-Affäre bereinigte operative Ergebnis auf rund 2,5 Milliarden Euro. Zwar sind die Zahlen nicht direkt mit dem Vorjahreswert vergleichbar, weil VW mehrere ausländische Importgesellschaften nicht mehr zur Marke zählt. Das schlägt sich aber vor allem im Umsatz nieder. Dieser sank von 77,7 Milliarden Euro auf zuletzt 58,8 Milliarden Euro.

Gute Geschäfte in China

Die Kernmarke profitierte von guten Geschäften in China und vom „Zukunftspakt“ - einem Spar- und Umbauprogramm, mit dem der Konzern die Effizienz verbessern will.

Nach Angaben von Finanzvorstand Witter ist der Abgasskandal noch lange nicht abgearbeitet: „Es gibt noch sehr viel zu tun, aber wir können mit dem bisher Erreichten durchaus zufrieden sein.“ Allein in diesem Jahr müsse VW wegen „Dieselgate“ mit Abflüssen von 14,5 Millionen Euro rechnen. Nord-LB-Analyst Frank Schwope rechnet damit, dass die Gesamtkosten auf bis zu 35 Milliarden Euro steigen können.

Von Thomas Strünkelnberg und Jan-Henrik Petermann

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