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Wirtschaft Gewerkschaften fordern Bonus
Nachrichten Wirtschaft Gewerkschaften fordern Bonus
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00:17 25.01.2018
Für Gewerkschaftsmitglieder soll es beim Eon-Konzern Sonderleistungen geben.  Quelle: dpa
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Hannover

  Ein Bonus für Gewerkschaftsmitglieder im Tarifvertrag – dies wollen Gewerkschaften für die rund 20 000 Beschäftigten der  in der Tarifgemeinschaft Energie  in Deutschland organisierten Unternehmen erkämpfen. Am Montag haben die Tarifverhandlungen begonnen. 

Dabei geht es um die Löhne bei dem Energiekonzern Eon und einigen weiteren Unternehmen. Die Gewerkschaften IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und Verdi verlangen vor allem Lohnerhöhungen von 5,5 beziehungsweise 6 Prozent. Zu den weiteren Forderungen zählt eine „Sonderleistung für Mitglieder der IG BCE“ beziehungsweise eine „Vorteilsregelung für ver.di-Mitglieder“. Jobst Kleineberg, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Arbeitgeberverbände energie- und versorgungswirtschaftlicher Unternehmungen (VAEU) in Hannover, wollte die Forderungen der Gewerkschaften nicht kommentieren. Dem Vernehmen nach ist das geforderte Extra für Gewerkschaftsmitglieder für die Arbeitgeber jedoch „ein rotes Tuch“.

Grundsätzlich sind solche Boni nichts Neues. „Bei uns gibt es rund 100 Tarifverträge, die einen Bonus für Gewerkschaftsmitglieder enthalten“, erklärte eine Sprecherin der IG BCE. Das reiche von mehr Urlaub bis hin zu einem höheren Betrag bei Einmalzahlungen. Zum Beispiel bekommen die Gewerkschaftsmitglieder bei den beiden Energieversorgern Uniper und Steag jeweils eine jährliche Sonderzahlung in Höhe von 400 Euro. 

Auch Verdi hat nach eigenen Angaben schon etliche Vorteilsregelungen für MItglieder abgeschlossen, etwa in den Bereichen Handel, Großhandel oder Pflege. Bei der IG Metall weiß man ebenfalls von zahlreichen Regelungen zu berichten, die Gewerkschaftsmitglieder begünstigen.  Allerdings finden sich Vergünstigungen für Gewerkschaftsmitglieder bislang fast nur in Haustarifverträgen, Sozialtarif- oder Ergänzungstarifverträgen, die für einzelne Unternehmen abgeschlossen werden. Bei den Flächentarifverträgen, die für einen ganzen Wirtschaftszweig gelten, sind solche Differenzierungen für Gewerkschaftsmitglieder dagegen kein Thema. 

Eine Ausnahme gilt laut IG BCE zum Beispiel in der vergleichsweise winzigen deutschen Kautschukindustrie. Dazu gehörten beispielsweise ein Zuschuss zum Krankengeld von 100 Euro für maximal zwölf Monate oder die finanzielle Unterstützung von IG-BCE-Mitgliedern in Kurzarbeit (monatlich bis zu 200 Euro für maximal neun Monate). 

Übereinstimmend hieß es von Seiten der Gewerkschaften, dass nicht geplant sei, den Vorteil für Gewerkschaftsmitglieder nun flächendeckend zu verlangen. Das Bundesarbeitsgericht hat in mehreren Entscheidungen solchen Differenzierungen in den Tarifverträgen ohnehin enge Grenzen gesetzt. 

Von Albrecht Scheuermann

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