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Wirtschaft Gerry Weber meldet Insolvenz an
Nachrichten Wirtschaft Gerry Weber meldet Insolvenz an
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15:58 25.01.2019
Das Modeunternehmen Gerry Weber hat Insolvenz angemeldet. Quelle: Caroline Seidel/dpa
Halle

Der Modehersteller Gerry Weber hat einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Ziel sei es, das Unternehmen zu sanieren, teilte Gerry Weber am Freitag mit. Betroffen davon sei ausschließlich die Muttergesellschaft Gerry Weber International mit rund 580 Mitarbeitern.

Der Geschäftsbetrieb soll nach Unternehmensangaben in vollem Umfang weitergeführt werden. Die Finanzierung des Modeanbieters sei nach derzeitigem Stand bis ins Jahr 2020 gesichert, hieß es. Ausgelöst worden sei der Antrag durch das Scheitern der Gespräche mit den Finanzierungspartnern über die weitere Finanzierung des Konzerns.

Hallhuber und Samoon nicht betroffen

Gerry Weber mit den Kernmarken Gerry Weber, Hallhuber, Samoon und Taifun kämpft seit längerem mit Umsatzrückgängen und roten Zahlen. Für die Tochtergesellschaften wurden bisher keine Anträge gestellt.

Bereits in den vergangenen Monaten hatten sich die schlechten Nachrichten aus dem westfälischen Unternehmen gehäuft. Zahlreiche Filialen wurden bereits geschlossen. Zuvor deuteten Entwicklungen an der Börse die drohende Insolvenz an. Seit Mittwoch hat sich die Aktie des Modekette um die Hälfte halbiert. Am Donnerstag erreichte sie ein Allzeittief und fiel erstmals unter die Zwei-Euro-Marke.

Zuletzt hatte das Unternehmen Mitte Januar seine Gewinnprognose nach unten korrigieren müssen. Dadurch stieg der erwartete Vorsteuerverlust für das Geschäftsjahr 2017/18 auf über 192 Millionen Euro. Grund waren unter anderem Probleme bei der bislang als Hoffnungsträger geltenden Tochter Hallhuber.

Starke digitale Konkurrenz für Gerry Weber

Der Modehändler kämpft dabei an vielen Fronten - unter anderem mit einem schwachen Digitalgeschäft, einer schlechten Positionierung der Marken sowie starker Konkurrenz durch andere Unternehmen wie H&M und der Inditex-Tochter Zara. Gleichzeitig hatte sich das Unternehmen mit der Eröffnung zahlreich Filialen übernommen.

Von RND/dpa

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