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Wirtschaft Frankreichs Eisenbahner streiken
Nachrichten Wirtschaft Frankreichs Eisenbahner streiken
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11:19 03.04.2018
Paris: Reisende und Berufspendler warten im Bahnhof Gare de Lyon vergeblich auf Züge. Quelle: dpa
Paris

In Frankreich hat ein Eisenbahner-Streik gegen eine geplante Bahnreform weite Teile des französischen Zugverkehrs lahmgelegt. In Paris und vielen anderen Städten strandeten Passagiere am Dienstag an Bahnhöfen, auch der Verkehr auf den Eurostar-Linien nach Großbritannien und manchen Strecken nach Deutschland war unterbrochen. Wie die nationale Bahngesellschaft SNCF mitteilte, sollten am Dienstag nur rund zwölf Prozent der TGV-Fernzüge fahren. Im Regionalverkehr wurde erwartet, dass nur jeder fünfte Zug fährt. Medien sprachen von einem „schwarzen Dienstag“ für Bahnkunden.

Die Gewerkschaften wehren sich gegen die Pläne der Regierung zur Reform des Bahnunternehmens SNCF. Der zunächst zweitägige Ausstand der Eisenbahner ist der Auftakt zu einer Streikwelle, die Wochen oder sogar Monate dauern könnte. Die Gewerkschaften wollen immer im Wechsel zwei Tage streiken und drei Tage arbeiten – sie haben 36 Streiktage bis Ende Juni angedroht.

Regierung will mehr Wettbewerb durchsetzen

Die Regierung will das hoch verschuldete Staatsunternehmen auf die Öffnung des Bahnverkehrs für den Wettbewerb vorbereiten - der Bahnverkehr soll schrittweise für Konkurrenzanbieter geöffnet werden. Für besonders viel Kritik bei den Gewerkschaften sorgt, dass für Neueinstellungen der vorteilhafte Eisenbahner-Status wegfallen soll.

Die konservative Zeitung „Le Figaro“ kommentierte, Präsident Emmanuel Macron und seine Regierung riskierten viel: Falls sie einknickten, könnten sie auch Reformplänen in anderen Bereichen Adieu sagen, so das Blatt. Die linksliberale „Libération“ kritisierte dagegen, mit ihrem forschen Auftreten bei der Bahnreform habe die Regierung die Gewerkschaften zusammengeschweißt.

Die Lage in Deutschland ist entspannt

Auch die TGV-Verbindungen nach Deutschland sind betroffen, etwa zwischen Paris und Frankfurt oder Stuttgart. Hier sollten am Dienstag zwei Drittel der Züge ausfallen. Bei den Thalys-Zügen, die unter anderem zwischen Paris und Nordrhein-Westfalen unterwegs sind, gibt es dagegen nur geringe Einschränkungen. Im Südwesten seien kaum Reisende an den Bahnhöfen gestrandet, berichtete ein Sprecher der Deutschen Bahn in Berlin. Die Lage sei entspannt. „Die Reisenden haben sich wohl rechtzeitig anders organisiert“, so der Bahnsprecher.

In Frankreich kommen noch weitere Proteste in anderen Branchen hinzu: Bei der Fluggesellschaft Air France sollte wegen eines Streiks für höhere Gehälter ein Viertel der Flüge ausfallen. Und Mitarbeiter der Müllabfuhr waren zum Streik für bessere Arbeitsbedingungen aufgerufen.

Von dpa/RND

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