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Wirtschaft Europas Großkonzerne holen auf
Nachrichten Wirtschaft Europas Großkonzerne holen auf
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00:38 14.05.2018
Der Volkswagen-Konzern ist gemessen am Umsatz das fünftgrößte Unternehemn der Welt. Beim Gewinn liegen jedoch andere Konzern weit vorne.  Quelle: dpa
Stuttgart/Hannover

 Europas größte Konzerne haben im vergangenen Jahr die Konkurrenten in anderen Weltregionen hinter sich gelassen – sie konnten Umsatz und Gewinn am stärksten steigern. Allerdings bleiben die US-Großkonzerne in Sachen Rendite Weltmeister. Zudem ist Europas Wirtschaft auffallend schwach im IT-Sektor vertreten. Hier haben Amerikaner und Chinesen klar die Nase vorn, was nach Ansicht der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsorganisation EY Sorgen machen muss. 

EY hat auf der Basis der Bilanzzahlen des Jahr 2017 eine Rangliste der 1000 umsatzstärksten Unternehmen der Welt erstellt. 265 von ihnen kommen aus Europa, sie erreichten insgesamt ein Umsatzwachstum von 10 Prozent und lagen damit vor Nordamerika (plus 8 Prozent) und Asien (plus 6 Prozent). Aber auch beim Gewinnwachstum kamen sie mit einem Anstieg des operativen Gewinns von 21 Prozent vor den asiatischen und nordamerikanischen Konzernen. Dennoch arbeiten speziell die US-Großunternehmen weiterhin mit viel mehr Gewinn als die Europäer: Sie erreichen im Schnitt eine Umsatzmarge von mehr als 13 Prozent, womit sie gut ein Viertel profitabler abschneiden als die Europäer (10,4 Porzent), die Asiaten erreichen sogar nur 8 Prozent. 

Insgesamt platzierten sich 44 deutsche Großkonzerne auf der Liste der 1000 globalen Riesen. Ganz vorn liegt der VW-Konzern: Mit 230 Milliarden Euro sicherte sich das Unternehmen aus Niedersachsen weltweit Platz fünf der umsatzstärksten Konzerne. In Europa kommt nur die holländische Royal Dutch Shell auf noch höhere Einnahmen. 

Sowohl beim Umsatz- als auch beim Gewinnwachstum schnitten die deutschen Unternehmen überdurchschnittlich ab. „Deutsche Unternehmen stehen zurzeit auch im internationalen Vergleich gut da“, erklärte Mathieu Meyer, Mitglied der Geschäftsführung bei EY. Zwar seien sie überwiegend in klassischen Industriebranchen tätig, weshalb das Umsatzwachstum und die Margen deutlich niedriger ausfallen als etwa bei US-Technologiekonzernen. „Innerhalb ihrer Branchen zählen aber viele deutsche Konzerne zur Weltspitze und konnten im vergangenen Jahr kräftig zulegen.“ 

Allerdings kommt die Untersuchung auch zu bedenklichen Befunden. Neun von zehn Unternehmen mit dem höchsten operativen Gewinn sind demnach in den USA zuhause, wobei Apple mit 54 Milliarden Euro alle anderen in den Schatten stellt. Vor allem aber zeigt sich, dass die Mehrzahl der globalen Gewinnriesen in den Sektoren Technologie, Kommunikation und Internet zu finden ist, also im IT-Sektor, in dem die Europäer nur schwach vertreten sind. In den US A und China sind 11 beziehungsweise 12 Prozent der Top-Konzerne in diesem Bereich tätig, in Deutschland und Europa liegt der Anteil gerade mal bei 5 Prozent. 

Die Dominanz amerikanischer und zunehmend chinesischer Unternehmen sei besorgniserregend. „Ein Blick auf die Liste der zehn gewinnträchtigsten Unternehmen der Welt reicht, um zu sehen, wo derzeit wirklich Geld verdient wird und wo neue Jobs entstehen. Wir müssen aufpassen, dass Europa hier nicht den Anschluss verliert“, erklärte Meyer. Auffallend ist vor allem der Aufstieg der Chinesen, deren Großkonzerne vergangenes Jahr um 20 Prozent zulegten. Dies hängt laut EY auch mit ihrer „konsequenten Ausrichtung auf Wachstumsbranchen zusammen“.

Von Albrecht Scheuermann

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