Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Wirtschaft Ermittlungen gegen Porsche-Mitarbeiter
Nachrichten Wirtschaft Ermittlungen gegen Porsche-Mitarbeiter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:45 10.07.2017
Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt gegen Porsche-Mitarbeiter. Die sollen in Abgas-Manipulationen verwickelt sein. Quelle: dpa
Stuttgart

Im Zuge der Abgas-Affäre rückt nun auch die Volkswagen-Tochter Porsche stärker ins Visier der Stuttgarter Staatsanwaltschaft. Die Behörde nahm Ermittlungen wegen einer möglichen Abgas-Manipulation an Diesel-Fahrzeugen von Porsche auf, wie ein Sprecher am Montag mitteilte. Sie richteten sich gegen unbekannte Mitarbeiter des Autobauers und eines US-Tochterunternehmens. Es werde der Vorwurf des Betrugs und der strafbaren Werbung geprüft. Nähere Angaben machte die Staatsanwaltschaft zunächst nicht. Sie hatte im April 2016 Vorermittlungen aufgenommen.

Porsche will kooperieren

Porsche kündigte an, mit den Ermittlern zusammenzuarbeiten. Das Unternehmen nehme die Prüfungen der Staatsanwaltschaft ernst und werde alles dafür tun, um die Angelegenheit vollumfänglich und schnellstmöglich aufzuklären, sagte ein Sprecher. „Unabhängig von der jetzigen Entscheidung der Staatsanwaltschaft hat Porsche schon zuvor das Gespräch mit der Staatsanwaltschaft Stuttgart gesucht und gefunden, steht mit ihr im Austausch und unterstützt die Ermittlungen in jeder Hinsicht.“ Der Mutterkonzern VW wollte sich auf Anfrage nicht äußern.

Im Abgas-Skandal spielte Porsche bisher eine Nebenrolle. Der Autobauer bezieht seine Dieselantriebe von der VW-Tochter Audi. Der Audi-Motor ist im Modell Cayenne verbaut. Nach der Entdeckung neuer auffälliger Diesel-Abgaswerte bei Audi war daher im Juni das Kraftfahrt-Bundesamt angewiesen worden, Untersuchungen am Porsche-Modell Cayenne durchzuführen. In Deutschland ist außerdem der kleinere Porsche-Geländewagen Macan Teil eines „freiwilligen“ Rückrufs von 630 000 Fahrzeugen verschiedener Marken, bei denen amtliche Zweifel an der Abgastechnik bestehen - aber nicht der Vorwurf einer illegalen Einrichtung erhoben wird.

Von RND/dpa

Apple rüstet auf: Am Montag gab das US-amerikanische Unternehmen bekannt, dass man derzeit das bereits zweite Rechenzentrum in Dänemark plane – noch bevor das erste fertiggestellt wurde.

10.07.2017

In Deutschland läuft das Geschäft für Volkswagen nicht gut: Die Verkaufszahlen der Kernmarke VW sind im 1. Halbjahr um 5,2 Prozent eingebrochen. Grund ist vor allem die Diesel-Affäre. Doch in anderen Ländern konnten die Wolfsburger das Minus mehr als ausgleichen. 2,93 Millionen Wagen wurden verkauft – 0,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

10.07.2017

Der seit vergangener Woche wegen der Abgasaffäre inhaftierte Audi-Manager will mit der Staatsanwaltschaft zusammenarbeiten. Sein Anwalt Walter Lechner sagte: „Mein Mandant sagt aus.“

10.07.2017