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Wirtschaft Erdbeeren werden jetzt teurer
Nachrichten Wirtschaft Erdbeeren werden jetzt teurer
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10:09 22.06.2017
Bei Erdbeeren gibt es dieses Jahr einen Ernteverluste von bis zu 60 Prozent. Quelle: dpa
Oldenburg

In diesem Sommer klettern nicht nur die Preise auf Butter nach oben. Verbraucher müssen auch für Obst tiefer ins Port­mo­nee greifen. Denn nach dem späten Frosteinbruch im Frühjahr rechnen Experten mit Auswirkungen auf die Obsternte in Niedersachsen. Für eine endgültige Bilanz sei es aber noch zu früh, sagten Sprecher der Landwirtschaftskammer in Oldenburg und des Landvolks in Niedersachsen.

Bei den Obstplantage im Alten Land in Niedersachsen sind die Experten noch damit beschäftigt, die Auswirkungen auf den Ertrag zu ermitteln. Während die Apfel-Erntemenge vom vergangenen Jahr mit 330 000 Tonnen wohl dieses Jahr nicht erreicht werden kann, seien die Ernteausfälle bei den Kirschen nicht so groß, wie noch im Mai befürchtet worden sei. Manche Beerensorten trifft es da härter:

1. Erdbeeren

Nach Angaben der Landwirtschaftskammer traten bei den Erdbeeren Ende April und Anfang Mai Frostschäden regional sehr unterschiedlich auf. Auch die Temperaturen waren örtlich verschieden, sie reichten von -5 Grad bis -11 Grad Celsius. Frühe Erdbeerkulturen werden wie Spargel mit Folientunnel überdeckt, damit sie auch bei kaltem Wetter schneller reifen - bei diesen Erdbeeren gab es Ernteverluste bis zu 60 Prozent. Bei den Beeren auf dem freien Feld gab es 10 bis 15 Prozent erfrorene Blüten.

2. Heidelbeeren

Heidelbeeren sind in ganz Europa von Frostschäden betroffen. Wie hoch die Schäden in Niedersachsen sind, sei noch nicht abzuschätzen, sagt Wolfgang Ehrecke von der Landwirtschaftskammer. Stärker als andere Regionen habe es die Region Hannover erwischt. Gerechnet werde mit bis zu 30 Prozent Ernteeinbußen. 85 der deutschen Heidelbeeranbaufläche liegen in Niedersachsen. Ersten Schätzungen zufolge werden dieses Jahr bis zu 7000 Tonnen Heidelbeeren in den Lebensmittelhandel kommen.

3. Äpfel

Zwar konnten bei den Äpfeln durch die Frostschutzberegnung die Blüten vielerorts geschützt werden, jedoch flogen die für die Bestäubung zuständigen Insekten wegen des kühlen Wetters lediglich an wärmeren Tagen. An vielen Bäumen kam es deshalb zu einem „Nachblüte-Frostfall“: Die Früchte waren zwar schon sehr klein vorhanden, fielen aber ab, weil die Bestäubung nicht ideal war. Die Auswirkungen auf den Ertrag stehen noch nicht fest.

Von RND/dpa/sos

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