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Wirtschaft EU plant eine Digitalsteuer von 3 Prozent
Nachrichten Wirtschaft EU plant eine Digitalsteuer von 3 Prozent
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17:18 16.03.2018
Die Abgabe solle für Unternehmen mit einem weltweiten Umsatz von mindestens 750 Millionen Euro sowie eine Online-Umsatz von 50 Millionen Euro innerhalb der EU fällig werden. Quelle: dpa
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Brüssel

Die EU-Kommission will einem Gesetzentwurf zufolge künftig drei Prozent Umsatzsteuer für große Internetkonzerne in Europa veranschlagen. Die Abgabe solle für Unternehmen mit einem weltweiten Umsatz von mindestens 750 Millionen Euro sowie eine Online-Umsatz von 50 Millionen Euro innerhalb der EU fällig werden, heißt es in einem Arbeitspapier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Schätzungen zufolge könnten die öffentlichen Kassen in Europa damit etwa fünf Milliarden Euro zusätzlich einnehmen.

Die Brüsseler Behörde wird die Initiative voraussichtlich am kommenden Mittwoch offiziell präsentieren. Details können bis dahin noch geändert werden. Die EU-Staaten müssten den Vorschlägen zustimmen, damit sie Gesetz werden können.

„Unternehmenssteuerrecht dringend ins 21. Jahrhundert überführen“

Die EU-Kommission und auch eine Reihe von EU-Staaten stoßen sich seit geraumer Zeit daran, dass Digitalkonzerne wie Google und Facebook in Europa erhebliche Umsätze und Gewinne verbuchen, aber nur wenig Steuern zahlen, da sie in den meisten Ländern keine versteuerbaren Firmensitze haben. Künftig sollen Abgaben dort fällig werden, wo die Umsätze entstehen, das heißt dort, wo die Nutzer sitzen.

Im Europaparlament stießen die Ideen auf grundsätzliche Zustimmung. „Wir müssen unser Unternehmenssteuerrecht dringend ins 21. Jahrhundert überführen“, sagte der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber. „Dass die Kommission dieses Thema nun angeht und nicht auf internationale Lösungen wartet, ist nur vernünftig.“ Denn die USA ständen bei der Besteuerung der Digitalwirtschaft auf der Bremse. Auch die Grünen fordern eine führende EU-Rolle in der Sache.

Auch beim G-20-Gipfel wollen die Teilnehmer über die Digitalsteuer beraten

Die strengere Besteuerung von Internetkonzernen ist auch Hauptthema beim G-20-Treffen der wichtigsten Wirtschaftsmächte in Buenos Aires. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) reist dazu am Samstag zu der Zusammenkunft der Finanzminister und Notenbankchefs nach Argentinien.

Von dpa/RND

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