Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Wirtschaft Drei Interessenten buhlen um Air Berlin
Nachrichten Wirtschaft Drei Interessenten buhlen um Air Berlin
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:50 17.08.2017
Flugzeuge von Air Berlin stehen in Berlin am Flughafen Tegel. Quelle: dpa
Berlin

Die insolvente Air Berlin verhandelt mit drei Interessenten über eine Übernahme von Teilen ihres Geschäfts. „Neben der Deutschen Lufthansa stehen wir mit zwei weiteren Interessenten aus der Luftfahrt in Kontakt“, sagte Vorstandschef Thomas Winkelmann der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Die Gespräche liefen schon seit Wochen.

Vereinbarung noch im September

Alle Unternehmen seien „in finanzieller Hinsicht seriös, vom Volumen her ausreichend groß, um Air Berlin eine sichere Zukunft zu bieten, und hätten zudem das Interesse, weiterhin vom Standort Deutschland aus zu operieren“, sagte Winkelmann. Namen wollte er nicht nennen.

Alle Interessenten seien börsennotiert. Eine juristisch belastbare Vereinbarung, die den Betrieb zentraler Geschäftseinheiten und das Gros der Beschäftigten absichere, will Winkelmann der Zeitung zufolge noch im September treffen.

Air Berlin hatte am Dienstag Insolvenz angemeldet, weil Großaktionär Etihad die Verluste des Unternehmens nicht mehr ausgleichen will. Der Flugbetrieb von Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft ist durch einen Kredit des Bundes über 150 Millionen Euro noch für etwa drei Monate gesichert.

Bei den Übernahmegesprächen geht es laut Winkelmann um Teile von Air Berlin und auch von ihrer Tochter Niki. Außer der Lufthansa soll unter anderem Ryanair-Konkurrent Easyjet und auch Tuifly interessiert sein. Auch die Thomas-Cook-Tochter Condor hat Interesse angemeldet.

Verkehrsminister für deutsche Lösung

Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) favorisiert offensichtlich eine deutsche Lösung. Die Abwicklung der insolventen Fluglinie sei eine gute Möglichkeit für die deutsche Luftfahrt, sagte er der „Bild“-Zeitung. „Wir brauchen starke deutsche Flughäfen und Luftverkehrsunternehmen. Jetzt sollte die Chance ergriffen werden, die 140 Maschinen, Kapazitäten und Mitarbeiter von Air Berlin strategisch aufzustellen, um die Stellung der deutschen Luftverkehrswirtschaft im internationalen Markt zu stärken.“

Winkelmann zeigte sich zuversichtlich, viele der rund 8.600 Arbeitsplätze retten zu können. „Ich glaube, trotz Insolvenz mein Ziel zu erreichen und einen Großteil der Jobs zu sichern. Das kriegen wir hin“, sagte er der Wochenzeitung „Die Zeit“ (Donnerstag). Im Gespräch mit „Bild“ und „B.Z.“ sagte er aber auch: „Aus heutiger Sicht ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass die Marke Air Berlin verschwindet.“

Von RND/dpa

Im Ringen um eine Zukunft für Air Berlin steht offenbar eine schnelle Entscheidung bevor. Innerhalb von vier Wochen sollen lukrative Bestandteile der Fluglinie unter Moderation der Bundesregierung verteilt werden, berichtet das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) unter Berufung auf Regierungskreise.

17.08.2017

Familienministerin Katarina Barley (SPD) will auf absehbare Zeit eine stärkere Beteiligung von Frauen in Unternehmensvorständen. Dabei schreckt sie offenbar auch vor einer gesetzlichen Regelung nicht zurück. Wirtschaftsverbände reagieren empört.

16.08.2017

Elf, 28 oder 35 Millionen: Die Zahlen zum Ausmaß des Fipronil-Skandals in Deutschland unterscheiden sich mittlerweile gewaltig. Auf welche Angaben sollen Verbraucher vertrauen? Das Bundesagrarministerium hat eine klare Vorstellung.

16.08.2017