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Wirtschaft Diese Siegel helfen beim Gerätekauf
Nachrichten Wirtschaft Diese Siegel helfen beim Gerätekauf
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10:32 26.04.2018
So wie das EU-Energielabel früher aussah, soll es nun wieder werden: A steht für besonders sparsame Geräte, G für Stromfresser. Quelle: imago
Berlin

Egal, ob ein neuer Smart-TV her soll, der Kühlschrank nicht mehr richtig funktioniert oder die Waschmaschine kaputt geht: Bei der riesigen Auswahl an Produkten fällt der Neukauf oft nicht leicht. Verschiedene Siegel können den Verbrauchern bei ihrer Entscheidung helfen. Doch was bedeuten sie?

CE-Kennzeichnung:

Verpflichtend muss jedes elektronische Produkt die CE-Kennzeichnung tragen. Damit versichert der Hersteller, dass sein Produkt den maßgeblichen EU-Richtlinien entspricht. „Bei Elektrogeräten betrifft das in der Regel die Produktsicherheit, die elektromagnetische Verträglichkeit und die Vermeidung bestimmter verbotener Stoffe“, erklärt ein Sprecher des Zentralverbandes Elektrotechnik und Elektroindustrie (ZVEI). Um ein Qualitätssiegel handelt es sich also nicht, sondern um die Voraussetzung für den Betrieb in Europa. Ob der Hersteller das CE-Zeichen zu Recht aufgedruckt hat, prüfen die Behörden stichprobenartig.

Steht für Produktsicherheit: Die CE-Kennzeichnung Quelle: dpa

GS-Siegel:

Nicht verpflichtend, aber in Deutschland oft anzutreffen ist das Siegel Geprüfte Sicherheit (GS). Es bestätigt durch ein unabhängiges Prüfinstitut, dass das Gerät den Anforderungen des Produktsicherheitsgesetzes (Paragraf 21) entspricht, also dass bei normaler Nutzung keine Gefahr von dem Gerät ausgeht. Es sagt nichts über Haltbarkeit oder Umweltaspekte aus.

Unabhängig geprüft: Das GS-Siegel. Quelle: dpa

EU-Energielabel:

Aussagekräftiger ist das EU-Energielabel mit bunten Balken und Informationen wie dem jährlichen Energieverbrauch in Kilowattstunden. Bei Fernsehgeräten, Kühlschränken, Lampen, Staubsaugern und sogar Autoreifen soll das Label beim Vergleichen helfen. Die EU hat die Kennzeichnung kürzlich reformiert: Dabei steht der Buchstabe A neuerdings für einen verhältnismäßig niedrigen Energieverbrauch, G für einen hohen. Diese Klassifizierung löst die bisher geltende Einstufung von A+++, A++, A+ bis D ab, die als kompliziert und wenig verbraucherfreundlich gilt. Bei der Einführung der Energielabel 1998 galt schon einmal die unkomplizierte Einstufung von A bis G. Irgendwann waren die Geräte jedoch so energieeffizient, dass sie fast alle in die Kategorie A fielen. Die Einhaltung der Energieeffizienzklassen wird in Deutschland von den Bundesländern überwacht, allerdings nur in Stichproben: Für die Tests selbst sind die Unternehmen zuständig. Verbraucherschützer kritisieren, dass die Laborergebnisse häufig von den Messergebnissen im Alltag abweichen.

Blauer Engel:

Der Blaue Engel ist ein freiwilliges Siegel des Bundesumweltministeriums, das bereits 40 Jahre existiert. Unternehmen müssen die Auszeichnung für ihr Produkt beantragen. Die Vergabekriterien erarbeitet das Bundesumweltamt. Berücksichtigt werden etwa auch Faktoren wie Langlebigkeit und Reparierbarkeit. Außerdem werden mehr Gerätetypen erfasst als beim EU-Energielabel, etwa Wasserkocher, Kaffeemaschinen, Notebooks oder Monitore.

Gibt es bereits seit 40 Jahren: Der Blaue Engel. Quelle: Blauer Engel

EU-Ecolabel:

Ebenfalls freiwillig können Unternehmen für ihre Geräte das Europäische Umweltzeichen der EU-Kommission, auch EU-Ecolabel oder Euroblume genannt, beantragen. In Deutschland sind das Umweltbundesamt und das Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung (RAL) für die Vergabe zuständig. Laut RAL werde die Einhaltung der Kriterien bei den Produkten stichprobenartig überprüft. Wie beim Blauen Engel ist der gesamte Lebenszyklus relevant.

Das Umweltzeichen der EU-Kommission: Das EU-Ecolabel. Quelle: EU

TCO-Siegel und Energy Star:

Ein Logo, das sich häufig auf den Verpackungen von Monitoren und seltener von Smartphones und Computern findet, ist das TCO-Siegel. Inhaber ist der schwedische Gewerkschaftsverband für Angestellte (TCO). Das TCO-Logo genießt einen guten Ruf als Siegel für niedrigen Energieverbrauch, umweltschonenden Einsatz der Materialien, Recycling sowie die Einhaltung sozialer Kriterien bei der Herstellung. Verbreitet ist auch das Siegel Energy Star der US-Umweltbehörde EPA, das etwa Stand-by-Schaltungen bei Bürogeräten wie Computern nach einer gewissen Zeit der Inaktivität fordert. Den Energy Star kann allerdings jeder Hersteller verwenden, der glaubt, dass sein Gerät die Standards erfüllt. Es genügt eine Mitteilung an die EPA oder in Europa an die EU-Kommission. Eine Prüfung erfolgt nicht.

Steht für umweltschonende Herstellung: Das TCO-Label. Quelle: dpa

Von dpa/RND/ang

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