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Wirtschaft Die Zukunft der Sharing-Economy in Deutschland
Nachrichten Wirtschaft Die Zukunft der Sharing-Economy in Deutschland
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11:08 30.11.2017
Carsharing ist im Trend. Doch wird das auch so bleiben? Quelle: dpa
Berlin

Autos, Kleidung, Werkzeug, Wohnungen: Teilen ist Trend. Immer mehr Onlineplattformen dienen als Vermittler zwischen Fremden, die alte Gegenstände an einen neuen Besitzer vermitteln. Das wird von Experten Peer-to-Peer Sharing genannt – Teilen von Privat zu Privat. Bislang war dieses Phänomen noch nicht besonders gut erforscht. Am Donnerstag stellt das Projekt PeerSharing in Berlin die Ergebnisse einer umfangreichen Studie zum Thema vor. Beteiligt waren das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung, das Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung und das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg.

Laut Studie stehen die Deutschen dem Teilen von Privat zu Privat theoretisch sehr aufgeschlossen gegenüber. Einstellung und Praxis decken sich dabei aber nicht, denn richtig angekommen sind viele dieser Dienste in der Gesellschaft noch nicht. So nutzen nur zwei Prozent der Bevölkerung privates Carsharing. Immerhin jeder zehnte Befragte kann sich das künftig vorstellen – vor allem junge Menschen zwischen 16 und 24 Jahren. Beliebter sind Plattformen zum Tauschen oder Weiterverkaufen von gebrauchter Kleidung: Ein Fünftel der Befragten hat das schon ausprobiert.

Die meisten der Nutzer sind jung und gebildet

Die meisten finden das Teilen vor allem aus zwei Gründen sinnvoll: Es ist preisgünstig und gut für die Umwelt. Die aktivsten Nutzer sind jung, gut ausgebildet und leben in der Großstadt. Sie legen Wert auf nachhaltigen und politisch korrekten Konsum. Diejenigen, die dem Sharing am negativsten gegenüber stehen, sind zum Großteil älter als 55 Jahre, sind selten online und haben eine eher niedrige Bildung. Sie halten nichts vom Teilen und sehen darin auch keine Vorteile.

Selbst zum Klimaschutz kann das private Teilen beitragen. Physikerin Sabrina Ludmann vom Institut für Energie und Umweltforschung Heidelberg sagt: „Vor allem beim Reisen haben wir beim Betrachten der Ökobilanz einen großen Unterschied festgestellt zwischen der Nutzung von Hotelzimmern und von privaten, internetvermittelten Wohnungen.“ Ökologisch sinnvoll sei Peer-to-Peer Sharing aber nicht automatisch, sagt Ludmann. Sie rät, additiven Konsum zu vermeiden, „auch trotz des erleichterten Online-Zugangs und trotz der niedrigen Preise.“

Professionelle Firmen könnten den Markt übernehmen

Siegfried Behrendt vom Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung sieht zwei mögliche Zukunftsszenarien für das private Teilen. Wahrscheinlicher ist folgende Vorstellung: Immer mehr Menschen nutzen Sharing-Modelle, dabei gerät das Teilen von Privat zu Privat allerdings in den Hintergrund, da professionelle Firmen den Markt übernehmen. Dies ist aktuell schon bei Plattformen wie Airbnb zu sehen, wo nicht nur private Wohnungen, sondern auch professionelle Unterkünfte vermittelt werden.

Auch bei eBay sei das zu beobachten, sagt Behrendt: „Das entwickelt sich zu einer normalen Marktplattform in Richtung Amazon.“ Wolle man die Möglichkeiten des onlinevermittelten Teilens richtig nutzen, müsse die Politik eingreifen und zum Beispiel Carsharing fördern, um das Peer-to-Peer Sharing generell in einen nachhaltigen Konsum einzubetten. „Erst dann können mögliche Nachhaltigkeitspotenziale in größerem Umfang erschlossen werden“, sagt Behrendt.

Von Sophie Aschenbrenner/RND

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