Solar Millennium verkauft US-Projekte ins Sauerland an solarhybrid verkauft.
Erlangen/Nürnberg. Solar Millennium mit Sitz in Erlangen hatte seinen Insolvenzantrag im Dezember vor allem mit den Problemen in den USA begründet. Zum Kaufpreis äußerten sich die Firmen nicht. Mit dem Verkauf der US-Projekte ist Böhm bei seinen Sanierungsbemühungen einen wichtigen Schritt voran gekommen - einen Käufer für Solar Millennium hat er aber noch nicht gefunden. „Es bleibt nun abzuwarten, wie sich der Verkaufsprozess für die weiteren Teile von Solar Millennium entwickelt“, sagte er. Die ersten Gespräche mit möglichen Investoren hätten gezeigt, dass der Kreis der wirklichen Interessenten eng begrenzt sei.
In den USA hatte Solar Millennium mehrere Sonnenkraftwerke geplant, die nach Fertigstellung zu den größten Anlagen weltweit gehören sollten. Wegen finanzieller Probleme verhandelte das Unternehmen aber schon seit Monaten mit solarhybrid über das US-Geschäft. Solarhybrid ist nach eigenen Angaben auf Solarstrom-Kraftwerke im Multimegawattbereich spezialisiert und sieht sich als einer der weltweit größten Anbieter in diesem Bereich.
Bereits mit Vertragsunterzeichnung habe sich solarhybrid vertraglich verpflichtet, die Finanzierung des amerikanischen Geschäfts sicherzustellen. „Da Solar Millennium nicht mehr wie in der Vergangenheit in der Lage war, die amerikanischen Beteiligungen zu finanzieren, war ein schneller Abschluss mit einem Investor geboten“, sagte Böhm.
Der Kaufvertrag stehe zudem unter der Bedingung, dass solarhybrid Bürgschaften der Solar Millennium AG ablöst. „Da die betreffenden Bürgschaften durch die Solar Millennium AG mit Bargeld in Millionenhöhe abgesichert sind, würde die Ablösung zu einem erheblichen Mittelzufluss bei der Solar Millennium AG führen.“
dpa