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Energie

RWE und e.on erhalten Zuschlag für Windparks vor britischer Küste

RWE und e.on haben den Zuschlag zum Bau von Windenergieparks vor der britischen Küste erhalten. Gemeinsam mit ausländischen Stromkonzernen werden sie sogenannte Offshore-Windparks bauen, die künftig bis zu einem Viertel des britischen Energiebedarfs decken sollen.

RWE will daneben auch mit dem Bau eines Windparks vor Helgoland beginnen. Wie die britische Regierung mitteilte, werden auf insgesamt neun Gebieten in der Nordsee Windparks entstehen, die bis 2020 ein Viertel der britischen Haushalte versorgen können sollen. In dem Ausschreibungsverfahren wurden den Angaben zufolge neben anderen auch die norwegische Statoil, die portugiesische EDP und der schwedische Energiekonzern Vattenfall berücksichtigt.
Premierminister Gordon Brown sagte, die Vergabe sei ein „wichtiger Beitrag“ zur Reduzierung der CO2-Emissionen. Die Windenergie könne in Großbritannien einen Umsatz von umgerechnet 82 Milliarden Euro generieren und bis 2020 bis zu 70.000 Arbeitsplätze sichern. Insgesamt hatte die Liegenschaftsverwaltung der britischen Krone neun Vorranggebiete für Offshore-Windkraftnutzung ausgeschrieben. Die Windparks sollen nach ihrer Fertigstellung eine Leistung von insgesamt rund 25.000 Megawatt erbringen.
RWE wurde das Recht zur Entwicklung von Windprojekten in zwei der neun ausgeschriebenen Gebiete zugesprochen, wie der Energieerzeuger mitteilte. Eines Gebiete gelte auch als zentraler Knotenpunkt für das geplante europäische Stromnetz, das Energie künftig besser unter den Ländern Europas verteilen und die stark schwankende Stromproduktion aus Windendergie ausgleichen soll. Dazu soll Windstrom in Zukunft mit Hilfe von Hochspannungsleitungen etwa nach Norwegen transportiert werden und dort mithilfe von Wasserkraftwerken gespeichert werden. Über den Ausbau eines solchen Stromnetzes wollen sich die Nordsee-Anrainerstaaten bis zum Jahresende grundsätzlich einigen.
RWE wolle in diesem Jahr auch mit den Vorbereitungen zum Bau eines Windparks 30 Kilometer nordwestlich von Helgoland beginnen. Hierfür habe der Konzern die Investitionsentscheidung endgültig gefällt, teilte RWE mit. Die Anlage soll demnach 2013 in Betrieb gehen und rund eine Milliarde Euro kosten. Ab 2013 wolle der Konzern bereits rechnerisch vier Millionen Haushalte in Europa mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgen können. RWE investiere pro Jahr eine Milliarde Euro in den Ausbau alternativer Energiequellen, 70 Prozent davon in Windenergie.
e.on werde nach dem Zuschlag zur Entwicklung eines Windparks vor der britischen Küste bald mit der Untersuchung des Gebiets beginnen, kündigte der Konzern an. Dadurch solle herausgefunden werden, in welchem Umfang hier Anlagen installiert werden können. Eon betreibt eigenen Angaben zufolge bereits drei Windparks vor der britischen Küste.

afp


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