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Schließungspläne

Opel bestätigt: Wollen Werk Antwerpen schließen

Nach Angaben des Betriebsrates will Opel sein Werk in Antwerpen schließen. Das Unternehmen bestätigte diese Angabe am Donnerstag. Außerdem gab Opel-Chef Nick Reilly bekannt, dass 4000 in Deutschland abgebaut werden sollen.
Das Opel-Werk in Antwerpen wird geschlossen.

Das Opel-Werk in Antwerpen wird geschlossen.

© ap (Archiv)

Aus für das Opel-Werk in Antwerpen: Die rund 2.500 Mitarbeiter werden schon in wenigen Monaten ihren Arbeitsplatz verlieren, wie Opel-Chef Nick Reilly am Donnerstag in Brüssel mitteilte. „Wir beabsichtigen, die Produktion zur Jahresmitte einzustellen, ich weiß nicht, ob im Juni oder Juli“, sagte Reilly. Die Produktionskapazitäten in Antwerpen würden nicht mehr gebraucht, sagte der Opel-Chef: „Das hat nichts mit der Leistung der Arbeiter zu tun, es ist eine rein wirtschaftliche Entscheidung.“

Der in Antwerpen produzierte Astra werde „auch an anderen Orten hergestellt“, erklärte Reilly. Zugleich seien die Produktionskapazitäten in der flämischen Stadt nicht so groß, dass sie nicht verlagert werden könnten. Nach Informationen der Tageszeitung „Die Welt“ soll die Produktion nach Bochum verlagert werden, wo ebenfalls Astras gebaut werden.

Bochumer Betriebsratschef kritisiert Schließungspläne

Dessen ungeachtet protestierte der Bochumer Opel-Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel am Donnerstag scharf gegen die Schließung des Werks in Antwerpen: „Wir wollen keine Werksschließungen und betriebsbedingten Kündigungen, das haben wir immer gesagt und wir bleiben dabei“, sagte er der Nachrichtenagentur DAPD. Wenn der Mutterkonzern General Motors (GM) die Schließung nicht zurücknehme, werde das auch Auswirkungen auf den noch zu verhandelnden Sanierungsbeitrag der Opel-Mitarbeiter haben, drohte Einenkel.

Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz erklärte, die Belegschaft werde „keinen Cent Arbeitnehmerbeiträge für die Schließung des Werkes“ in Antwerpen leisten. Er warf General Motors Vertragsbruch vor, weil der Konzern erst vor drei Jahren zugesagt habe, die Auslastung des belgischen Werks mit einem neuen Modell - einem kleinen SUV - sicherzustellen. Die Beschäftigten in Antwerpen hätten für diese Zusage seit 2007 eine Gegenleistung im Wert von 26 Millionen Euro jährlich erbracht.

Opel-Chef Reilly erklärte dazu am Donnerstag, es sei “ökonomischer, den SUV in Südkorea zu bauen“. Er sei sich „der Tragweite bewusst, die diese Ankündigung für die Beschäftigten in Antwerpen und ihre Familien hat, und wir fühlen mit ihnen“. General Motors wolle mit der flämischen Regierung über die Finanzierung von Umschulungsprogrammen für die Belegschaft beraten.

GM verhandelt weiter über Staatsbeihilfen

General Motors will die Umstrukturierung bei Opel bis Ende des Monats abschließen. Dabei sollen mehr als 8.300 Jobs der insgesamt 48.000 Stellen bei Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall gestrichen werden. In Deutschland werden „rund 4.000 Stellen“ wegfallen, wie Reilly am Donnerstag sagte. In früheren Stellungnahmen hatte es geheißen, in der Bundesrepublik stünden inklusive Verwaltungsposten bis zu 4.700 Jobs auf der Kippe.

Für die Umstrukturierung werden laut General Motors rund 3,3 Milliarden Euro benötigt. Der Mutterkonzern habe dafür bereits 600 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, erklärte Reilly. General Motors bemühe sich weiter um Beihilfen der Staaten mit Opel- und Vauxhall-Standorten. „Wie viel GM letztlich beitragen wird, hängt davon ab, zu welcher Lösung wir mit den verschiedenen Regierungen kommen“, sagte der Opel-Chef.

ap


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