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Warnstreiks

Opel-Mitarbeiter demonstrieren gegen Kehrtwende von GM

Den Opelanern reicht's: Sie gehen heute auf die Straße. Nach dem Rückzieher des US-Autokonzerns General Motors beim Verkauf von Opel haben die Beschäftigten des deutschen Autobauers gegen die Entscheidung demonstriert.
Rückblick
  • Autobauer Opel-Schachzug von GM löst Welle der Wut aus Kommentare 0
  • Autokonzern General Motors will bei Opel 10.000 Arbeitsplätze streichen Kommentare 0
  • Chronologie Ringen um Opel zieht sich seit einem Jahr hin Kommentare 0
Industriemechaniker Thomas Schumacher trägt in Rüsselsheim einen Sarg mit den Logos von Opel und General Motors zur Adam-Opel-Skulptur.

Industriemechaniker Thomas Schumacher trägt in Rüsselsheim einen Sarg mit den Logos von Opel und General Motors zur Adam-Opel-Skulptur.

© ddp

Am Standort Rüsselsheim rechnet die IG Metall mit bis zu 10.000 Teilnehmern, sagte ein Gewerkschaftsvertreter zu Beginn der Kundgebung um 11.00 Uhr. Auch an den anderen drei Opel-Standorten Bochum, Eisenach und Kaiserslautern wollten tausende Beschäftigte auf die Straße gehen.

Ab Freitag soll es europaweit Kundgebungen geben. Der GM-Verwaltungsrat hatte am Dienstagabend nach monatelangem Verhandlungspoker überraschend entschieden, Opel doch nicht an den Autozulieferer Magna zu verkaufen. GM-Vize-Chef Smith sagte am Mittwochabend, bei Opel sollten etwa 10.000 Arbeitsplätze gestrichen werden.

Koch: Staat wird weiter für Opel kämpfen

Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) hat angekündigt, nach dem Rückzieher von General Motors (GM) beim Opel-Verkauf weiter für den deutschen Autobauer kämpfen zu wollen. „Wir als Staat werden uns nicht mit verschränkten Armen daneben stellen“, sagte Koch am Donnerstag auf einer Demonstration von Opel-Beschäftigten vor dem Stammwerk in Rüsselsheim. Er kündigte an, „gemeinsam mit der Bundesregierung“ mit GM verhandeln zu wollen. „Wir bauen gute Autos in Deutschland, und wir wollen das auch in Zukunft tun.“

„Ich habe mich so intensiv mit diesem Unternehmen beschäftigt, dass ich an seine Zukunft glaube“, rief Koch den Beschäftigten zu. „Ihr seid bei Opel einfach gut in den letzten Jahren.“ Der hessische Ministerpräsident warnte GM, „die deutschen Arbeitnehmer als Geiseln zu nehmen“. Der US-Konzern schließt eine Insolvenz bei Opel nicht aus.

afp


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