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Medienberichte

Magna will 4100 Stellen bei Opel-Deutschland streichen

Bei Opel in Deutschland sollen nach Informationen des „Spiegel“ mehr Arbeitsplätze wegfallen als bislang bekannt. Magna plane, neben den 3000 Jobs in der Produktion weitere 1100 Stellen in der Verwaltung zu streichen, berichtete das Nachrichtenmagazin am Samstag.
Stellenstreichung bei Opel?

Stellenstreichung bei Opel?

© Georges Obet/AFP

Zudem rechne die Bundesregierung „mit erheblichen Schwierigkeiten“, den Magna-Deal bei der EU-Kommission durchzubekommen. Deshalb sei etwa das Werk in Bochum noch nicht gerettet. Unterdessen kündigte Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) in der Zeitschrift „Super Illu“ an, dass Magna über die bereits zugesagten 4,5 Milliarden Euro keine weiteren Staatshilfen bekommen werde.

Laut „Spiegel“ müsse mit Blick auf die Milliarden-Hilfen befürchtet werden, dass andere EU-Staaten mit Opel-Standorten wie etwa Großbritannien, Belgien oder Polen, in Brüssel Beschwerde gegen die deutschen Beihilfen einlegen, weil die Finanzspritze mit 4,5 Milliarden Euro die zulässige Größenordnung überschreitet. Als Obergrenze gelte für gewöhnlich die Lohnsumme, die bei Opel geringer ausfällt.

Die EU-Kommission entdeckte zudem laut „Spiegel“ bei der Prüfung von Unterlagen der Bundesregierung und Magna, ein Detail, das die Genehmigung des Magna-Deals gefährden könnte. Danach arbeitet das Werk in Antwerpen, das dichtmachen soll, wirtschaftlicher als das in Bochum, das nach den Plänen erhalten bleiben soll. Eine solche betriebswirtschaftlich unsinnige Entscheidung ist aber nach EU-Recht untersagt, wenn der Staat mit Bürgschaften stützend eingreift.

Steinmeier sieht dagegen keine Anhaltspunkte, dass Magna in Deutschland mehr als die bereits angekündigten 3000 Arbeitsplätze abbaut und womöglich sogar Standorte schließt: „Mit dem Magna-Konzept erhalten wir nicht nur alle deutschen Standorte, sondern auch die größtmögliche Anzahl an Arbeitsplätzen“, sagt er der „Super Illu“ einem vorab veröffentlichten Interview zufolge.

AFP


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