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Windenergie

In Nord- und Ostssee sind 25 Offshore-Windparks genehmigt

Nach der Ankündigung von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) im „Hamburger Abendblatt“, 40 neue Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee bauen zu wollen, hat das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg am Montag genaue Zahlen vorgelegt.
So könnte es aussehen: Ein Offshore-Windrad vor der norwegischen Küste.

So könnte es aussehen: Ein Offshore-Windrad vor der norwegischen Küste.

© afp

Demnach sind vor Deutschlands Küsten derzeit 25 Windparks genehmigt. Für die 22 Anlagen in der Nord- und drei Anlagen in der Ostsee seien fast 1800 Windräder vorgesehen, sagte Christian Dahmke vom BSH. Dies ergebe eine Gesamtleistung von etwa 8000 Megawatt. Ziel sei es, bis zum Jahr 2030 bis zu 25 000 Megawatt über Offshore zu erbringen. Laut BSH werden derzeit Genehmigungen für 55 weitere Windparks geprüft.

Tiefensee will die entsprechende Verordnung über die Windpark-Gebiete am Mittwoch dem Bundeskabinett vorlegen. Die Regierung soll demnach zuerst die Gebiete in der Nordsee festlegen. Mit dem Bau der Anlagen sollen 30 000 neue Arbeitsplätze entstehen.

Jetzt gehe es mit der Offshore-Windenergienutzung in Deutschland voran: „Die aktuelle Diskussion um das Atommüllager Gorleben zeigt uns wieder mal ganz deutlich, dass wir erneuerbare Energien weiter ausbauen müssen“, sagte der SPD-Politiker. Offshore-Windparks seien ein sinnvoller Beitrag zur umweltbewussten Energiegewinnung.

Nach Ministeriumsangaben sollen die Anlagen nach bisherigem Planungsstand in deutschen Gewässern jenseits der Zwölf-Meilen-Küstenlinie entstehen und zusammen mehr als 12 000 Megawatt Windenergie erzeugen. Mit dieser Leistung können mehr als zwölf Millionen Haushalte mit Strom versorgt werden, heiße es im Verkehrsministerium. „Damit kommen wir unserem Ziel näher, bis zum Jahr 2030 bis zu 25 000 Megawatt über Offshore zu erbringen“, sagte Tiefensee.

Eine Fläche von insgesamt 100 Quadratkilometern soll für die Offshore-Parks bereitgestellt werden. Die meisten neuen Windparks werden in den sogenannten Vorranggebieten in der Nordsee entstehen. Geplant sind die Parks im Gebiet „Nördlich Borkum“ etwa 32 bis 50 Kilometer vor den Ostfriesischen Inseln, im Gebiet “Östlich Austerngrund“ etwa 87 Kilometer nördlich von Borkum und im Gebiet „Südlich Amrumbank“ etwa 40 Kilometer südwestlich von Amrum.

lni/ddp


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