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Autobauer

General Motors macht 1,2 Milliarden Dollar Verlust

Der US-Autobauer General Motors hat im dritten QUartal einen Verlust von fast 1,2 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet. In Detroit wertet man dies als positives Zeichen und denkt bereits wieder über einen Börsengang nach.
GM-Chef Fritz Henderson

GM-Chef Fritz Henderson

© afp

Der US-Autobauer General Motors (GM) hat seit dem Ende seiner Insolvenz einen Verlust von 1,15 Milliarden Dollar (gut 770 Millionen Euro) gemacht. Der Umsatz stieg im dritten Quartal auf 28,0 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen mitteilte. Das waren demnach fast fünf Milliarden Dollar mehr als die alte GM-Gesellschaft im zweiten Quartal eingenommen hatte.

GM war am 10. Juli nach nur 40 Tagen aus der Insolvenz entlassen worden. Die Regierungen der USA und Kanadas hatten den Autobauer mit Milliardenhilfen gestützt, er ist jetzt überwiegend in Staatshand. „Angesichts der weltweit besseren wirtschaftlichen Bedingungen, der sich stabilisierenden Verkäufe und der besseren Finanzlage“ werde GM nun schneller die Staatshilfen an Kanada und die USA zurückzahlen, kündigte der Konzern an. Den deutschen staatlichen Brückenkredit für Opel wird GM wie vereinbart bis Ende November zurückzahlen.

GM wolle im zweiten Halbjahr 2010 „bereit“ für den Börsengang sein, sagte Unternehmenschef Fritz Henderson am Montag während einer Telefonkonferenz. „Es gibt eine Menge Fakten, die darauf hinweisen, dass wir in der zweiten Jahreshälfte bereit sind.“ Abhängig sei der Börsengang aber vom Ergebnis des Unternehmens und der Lage auf den Finanzmärkten.

Alle Investoren, die Geld in GM gesteckt hätten - also die US- und die kanadische Regierung, die Autogewerkschaft und die Gläubiger des „alten“ Unternehmens GM, seien für den Börsengang, sagte Henderson. Er hatte bereits angekündigt, dass er das Unternehmen im kommenden Jahr zurück an die Börse führen wolle. Der Chef des Verwaltungsrates, der von der Regierung eingesetzte Ed Whitacre, erklärte dies in der vergangenen Woche für verfrüht.

Die US-Regierung hat GM mit rund 50 Milliarden Dollar (34 Milliarden Euro) aus der Krise geholfen. Dafür ist der Staat jetzt mit 60,8 Prozent Hauptaktionär der „neuen“ GM. Kanada stellte rund neun Milliarden Dollar Kredit zur Verfügung und hat einen Anteil von 11,7 Prozent. Die Arbeitnehmer halten über einen Vorsorgefonds 17,5 Prozent.

afp


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