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Gipfeltreffen

G7-Finanzminister wollen Wirtschaft beleben

Der Kursverlust des Euro war am Sonnabend eines der wichtigsten Themen des Finanzgipfels der G7-Staaten. Die Finanzminister und Notenbankchefs der sieben wichtigsten Industrieländer forderten im kanadischen Iqaluit Griechenland auf, seine Haushaltsprobleme in den Griff zu bekommen.
Finanzgipfel der G7-Staaten in Kanada.

Finanzgipfel der G7-Staaten in Kanada.

© ap

Auch die Situation in Portugal und Spanien wurde mit Sorge betrachtet. Der Euro hatte in den vergangenen Tagen fünf Cent gegenüber dem Dollar verloren und auch die internationalen Aktienmärkte mitgezogen.

Ein weiteres Thema der Finanzpolitiker aus den USA, Kanada, Japan, Frankreich, Großbritannien, Italien und Deutschland war der zaghafte Aufschwung der Weltwirtschaft. Die Minister sagten zu, ihre Ausgabenpolitik so abzustimmen, dass die Wiederbelebung nicht gebremst wird. „Die Haltung der meisten Länder ist, jetzt erst einmal die Wirtschaft zu unterstützen und das Haushaltsdefizit erst anzugehen, wenn der Aufschwung wirklich da ist“, sagte der britische Schatzkanzler Alistair Darling nach Medienberichten. Eine leichte Erholung sei zwar erkennbar, die Arbeitslosenzahlen seien aber nach wie vor außerordentlich hoch.

Die Finanzminister diskutierten zugleich einen Schuldenerlass für Haiti. Das vor knapp einem Monat von einem verheerenden Erdbeben heimgesuchte Land gehörte bereits zuvor zu den ärmsten der Welt. Die Auslandsschulden werden auf eine Milliarde Dollar (740 Millionen Euro) geschätzt. Nach Angaben von US-Finanzminister Timothy Geithner arbeitet die G7-Gruppe nicht nur an einem Schuldenerlass durch andere Staaten und internationale Organisationen. Zudem sei über neue Hilfen für Haiti beraten worden.

Die Minister der G7-Staaten berieten zugleich über ihre eigene Zukunft. Im September auf dem Gipfel in Pittsburgh waren die G7 - beziehungsweise G8 mit Russland - von den G20 abgelöst worden. „Die G7 kann nicht mehr die Rolle spielen, die sie einst gespielt hat“, sagte Kanadas Finanzminister Jim Flaherty. „Aber sie kann und muss weiter eine führende Position einnehmen.“

dpa


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