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Telekom verzichtet auf CeBIT-Stand

Messe in Hannover Telekom verzichtet auf CeBIT-Stand

Bislang mietete der Bonner Konzern stets einen der größten Stände, doch damit ist nun Schluss. Für die Messe-Macher ist das keine gute Nachricht.

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Aufbau des Telekom-Standes vor der CeBIT 2017 

Quelle: dpa

Hannover.  Die Deutsche Telekom fährt ihr Engagement auf der Cebit deutlich zurück. Man werde 2018 nur auf einer Messe in Hannover „als klassischer Aussteller“ vertreten sein, und zwar auf der Hannover Messe, sagte ein Sprecher des Bonner Konzerns am Montag. Die Cebit muss also erstmals seit vielen Jahren ohne Telekom-Stand auskommen. Zuvor hatte bereits das „Handelsblatt“ darüber berichtet. 

„Über eine alternative Form, in der sich die Telekom bei der Cebit 2018 zeigen könnte, sind die Planungen und Gespräche noch nicht abgeschlossen“, ergänzte der Bonner Konzern. Es ist also zum Beispiel denkbar, dass er auf Ständen von Partnern auftritt, eine Konferenz organisiert oder andere Veranstaltungen auf der Messe sponsert.

Einbußen für Deutsche Messe 

Trotzdem hat die Entscheidung spürbare Einbußen für den hannoverschen Cebit-Veranstalter Deutsche Messe AG zu Folge, denn die Deutsche Telekom  spart sich die hohen Standgebühren. In den vergangenen Jahren zählte sie stets zu den Ausstellern mit der größten Fläche. Hinzu kommt die Symbolwirkung: Wenn einer der größten deutschen Konzerne auf einen Stand verzichtet, könnte die Cebit insgesamt weiter an Anziehungskraft verlieren.

Der Strategiewechsel der Telekom hatte sich abgezeichnet. Gerüchten zufolge wollte sie sich schon 2017 zurückziehen, entschied sich dann aber doch für einen Stand. Als die Deutsche Messe ihr Konzept für die Cebit als „Business-Festival“ im Juni vorstellte, begrüßte die Telekom das zwar, vermied aber eine Zusage. Nun erklärte sie, dass sie sich auf Industriekunden und die Hannover Messe konzentrieren will. Ähnlich hatte vor einem Jahr bereits Microsoft seine zurückgeschraubte Cebit-Präsenz begründet.

Die Deutsche Messe bestätigte am Montag, dass die Telekom sich auf der kommenden Cebit nicht mit einen großen Stand wie in den letzten Jahren präsentieren wird. „Aber sie wird teilnehmen. Nur die Form ist offen“, sagte ein Sprecher. 

Er erklärte, dass die Cebit die bisher von der Telekom belegte Halle 4 in diesem Jahr nicht nutzen werde. „Die Telekom hätte sich also sowieso verändern müssen.“ Man werde nun gemeinsam ein „optimales Paket“ für die Teilnahme entwickeln.

Festival statt klassische Messe

Ein Exodus namhafter Aussteller sei nicht zu befürchten, betonte der Sprecher. Große Konzerne wie SAP, Intel, IBM, HP, Vodafone und die Software AG hätten bereits zugesagt. 

Die Cebit war einst die wichtigste IT-Messe der Welt, lockt seit einigen Jahren aber deutlich weniger Besucher an als früher. Um die Jahrtausendwende waren es rund 800 000, im vergangenen Jahr nur noch gut 200.000.  

Um gegenzusteuern, versucht die Messe gerade, die Cebit neu zu erfinden. Der Termin liegt erstmals im Juni. „Die CeBIT 2018 verbindet bekannte Messe-Elemente mit inspirierenden Konferenz-Formaten, innovativen Netzwerk-Plattformen und kreativen, künstlerischen Festival-Elementen“, so erläutert die Messe das Konzept. Man könnte auch sagen: weniger Stände, dafür mehr Diskussionen und Präsentationen.

Von Christian Wölbert

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