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Wirtschaft Deutsche Post strukturiert Paketzustellung um
Nachrichten Wirtschaft Deutsche Post strukturiert Paketzustellung um
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17:03 12.03.2018
DHL-Zusteller Quelle: dpa
Köln

 Für den Einsatz ihrer Paketzusteller schraubt die Deutsche Post an ihrer Struktur. Zum Mai soll ein sogenannter Gemeinschaftsbetrieb gegründet werden, wie am Montag bekannt wurde. Zuvor hatte die „Welt“ darüber berichtet. Hiermit wird ein gemeinsamer Einsatz von Mitarbeitern verschiedener Firmen erleichtert. An der Bezahlung ändert sich nichts.

 Seit einigen Jahren sind Paketzusteller bei der Post in unterschiedlichen Firmen beschäftigt: Mehr als 40 000, die nur Pakete austragen oder Pakete und Briefe bringen, sind bei der Konzernmutter Post tätig. Gut 10 000 sind hingegen bei Tochterfirmen namens „DHL Delivery“ angestellt. 

 Die Gründung dieser Töchter hatte 2015 zu Protesten und Streiks geführt. Die Beschäftigten werden nach den Logistiktarifen bezahlt und damit schlechter als ihre Kollegen von der Post AG, deren Entgelte sich nach dem Haustarifvertrag richten. Mit dem „Gemeinschaftsbetrieb“ greift die Post auf ein Mittel aus dem Betriebsverfassungsgesetz zurück, mit dem die Führung von Mitarbeitern verschiedener Firmen vereinfacht werden soll. 

Kritik an ungleichen Löhnen

Gewerkschaften sehen das Vorhaben kritisch. Ihnen sind die Tochterfirmen generell ein Dorn im Auge. „Es kann nicht sein, dass gleiche Arbeit ungleich bezahlt wird“, sagt die Bundesvorsitzende der DPVKOM, Christina Dahlhaus. Nach den Worten von Verdi-Vizechefin Andrea Kocsis sieht die Post nun ein, dass die Doppelstruktur ein Irrweg sei. Nun könne man „dem Management nur anraten, sie ganz aufzulösen und die Beschäftigten der Regionalgesellschaften in den bestehenden Haustarif der Deutsche Post AG zu überführen“. 

 Ein Post-Sprecher betonte, man wolle die Arbeitsbedingungen keinesfalls verschlechtern. „Die Beschäftigten in den 2015 gegründeten Delivery-Gesellschaften erhalten auch im Vergleich zum Wettbewerb attraktive Löhne nach dem jeweiligen Tarif der Speditions- und Logistikbranche“, sagte er.

Von Wolf von Dewitz

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