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Wirtschaft Autohersteller VW ist Investitionsweltmeister
Nachrichten Wirtschaft Autohersteller VW ist Investitionsweltmeister
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10:20 15.03.2018
VW-Werk Wolfsburg: Die deutschen Autohersteller investieren zurzeit deutlich mehr als ihre Konkurrenten aus den USA oder Japan. Quelle: dpa
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Hannover

 BMW, Daimler und VW befassen sich nur halbherzig mit E-Autos, sie wollen lieber Diesel verkaufen – die Kritik ist altbekannt und wird immer noch gerne wiederholt. Doch eine Studie der Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) lässt die deutsche Autoindustrie in einem anderen Licht erscheinen. Sie investiert demnach deutlich mehr in Fabriken für Elektroautos als ihre Konkurrenten. 

Fast 4,7 Milliarden Euro haben VW, Daimler und BMW laut den EY-Experten 2016 und 2017 für Montagelinien für E-Autos, Batterien oder Elektromotoren bereitgestellt. Bevorzugtes Investitionsziel ist dabei Deutschland mit einer Summe von 3,2 Milliarden Euro. Die Konkurrenz investierte im selben Zeitraum nur einen Bruchteil davon: US-Marken nur 335 Millionen Euro, französische nur 110 Millionen, japanische nur 19 Millionen. Chinesische Hersteller hat EY nicht berücksichtigt – sie investieren zwar ebenfalls viel in die E-Mobilität, sind bislang aber hauptsächlich auf ihrem Heimatmarkt aktiv.

Das Hauptgeschäft werde zwar weiter mit Verbrennern gemacht, erklärt der EY-Experte Peter Fuß. „Gleichzeitig zwingen gesetzliche Vorgaben etwa in Europa und China die Unternehmen, den Absatz von Elektroautos schnellstmöglich massiv zu steigern.“ Dazu seien erhebliche finanzielle Anstrengungen nötig.

In der Rangliste der größten Einzelprojekte für E-Auto-Werke liegt VW an der Spitze. Die Wolfsburger bauen für rund eine Milliarde Euro ihr Werk in Zwickau zu einer reinen E-Auto-Fabrik um. An anderen Standorten investieren Daimler und VW ebenfalls über 500 Millionen. Erst auf Rang 6 folgt mit Ford ein nicht-deutscher Hersteller.

Hannover auf Platz 3

Betrachtet man nicht nur E-Autos, sondern alle aktuellen Investitionen in Fabriken, liegt VW ebenfalls weltweit vorn: Knapp 3 Milliarden fließen nach Wolfsburg (zum Beispiel in die Golf-Produktion), 1,5 Milliarden nach Kassel (für die Komponentenfertigung) und 1,4 Milliarden nach Hannover (unter anderem für die nächste Bulli-Generation T7). Erst auf Rang vier folgt Toyota mit 1,2 Milliarden Euro für ein Werk in Kentucky, USA.

„Die Autoindustrie befindet sich im Umbruch – und gerade die deutschen Autokonzerne arbeiten derzeit mit Hochdruck daran, ihre Produktionsstätten fit für die Herausforderungen der neuen Automobilwelt zu machen“, kommentiert der EY-Experte Mathieu Meyer. Das gebe „Anlass zu der Hoffnung, dass Deutschland auch in Zukunft ein großes Stück vom Kuchen der weltweiten Autoproduktion behalten kann.“

Von Christian Wölbert

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