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Wirtschaft Deutsche Airlines verlieren an Boden
Nachrichten Wirtschaft Deutsche Airlines verlieren an Boden
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00:18 08.02.2018
Ein Airbus A 330 von Eurowings startet. Die Lufthansa-Billigtochter Eurowings baut ihr Streckennetz aus. Quelle: dpa
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Hannover

Die deutschen Fluggesellschaften verlieren an den einheimischen Flughäfen weiter an Boden.  Im vergangenen Jahr ist der Marktanteil hiesiger Airlines auf 55 Prozent gesunken, 2011 waren es noch 62 Prozent. Durch die Pleite von Air Berlin habe sich diese Entwicklung zusätzlich beschleunigt, heißt es beim Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL).  Zwar konnten auch einzelne deutsche Gesellschaften deutlich zulegen, das Wachstum werde aber hauptsächlich von ausländischen Billigfliegern getragen.

Nach Angaben des Verbandes hat das Low-Cost-Angebot in den vergangenen sieben Jahren um 187 Prozent zugenommen, im gleichen Zeitraum hätten traditionelle Anbieter wie Lufthansa ihre Flüge um knapp ein Fünftel verringert – ein Teil dieser Kapazitäten wurde auf interne Billigflieger wie Eurowings verlagert. Durch das Verschwinden von Air Berlin werde sich der Trend Richtung unteres Preissegment noch verstärken, heißt es beim BDL: Die durch die Pleite der einst zweitgrößten deutschen Airline entstandene Lücke werde vor allem durch günstigere Konkurrenten gefüllt.

Von Oktober bis Dezember 2017 war das Angebot an Flugsitzen infolge der Air-Berlin-Insolvenz auf  innerdeutschen Routen um 21 Prozent geschrumpft. Auf einigen Strecken waren Lufthansa und Eurowings vorübergehend konkurrenzlos – das hatte teilweise starke Preiserhöhungen zur Folge. „Seit Januar erhöht sich das Angebot aber wieder“,  erklärte BDL-Hauptgeschäftsführer Matthias von Randow kürzlich. Im März werde die Kapazitätslücke fast vollständig kompensiert sein. Insbesondere Easyjet, Lufthansa und Eurowings bauen ihre Kapazitäten deutlich aus.

Davon profitiert auch der Flughafen Hannover. Eurowings will sein Flugangebot in Langenhagen in den nächsten Monaten um 30 Prozent vergrößern - auch bei Lufthansa, Tuifly und Condor sei mit Zuwächsen zu rechnen, sagte ein Unternehmenssprecher. Im vergangenen Jahr  verzeichnete der Flughafen ein Plus von 8,5 Prozent auf die Rekordzahl von 5,9 Millionen Passagieren.  Der Anteil der Billigflieger – neben Eurowings sind in Langenhagen auch Wizz Air, Norwegian, Vueling und Flybe am Start – liegt aktuell bei 20 Prozent und soll weiter steigen.

Beim Wachstum lag Hannover damit zuletzt über dem Durchschnitt –  laut Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen fertigten die Airports 2017 hierzulande insgesamt knapp 235 Millionen Passagiere ab, ein Plus von 5,2 Prozent. International waren die Zuwächse höher: In Europa stieg die Zahl der Passagiere um 8,8 Prozent, weltweit waren es 6,5 Prozent mehr. Mit einem Wachstum von 3,1 Prozent hätten sich die deutschen Fluggesellschaften „deutlich unterproportional“ entwickelt, heißt es beim BDL. Ohne die Pleite von Air Berlin wäre voraussichtlich ein Plus von 5 Prozent drin gewesen.

 

Von Jens Heitmann

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