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Wirtschaft „Viele Menschen fühlen sich abgehängt“
Nachrichten Wirtschaft „Viele Menschen fühlen sich abgehängt“
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00:17 19.01.2018
Erwartet ein Ende des „Goldlöckchen-Szenarios“: Deutsche-Bank-Vizechef Christian Sewin.g  Quelle: Mario Andreya / Deutsche Bank AG
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Hannover

 Der Vizechef der Deutschen Bank macht sich Sorgen über die gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland. Es sei bedenklich, dass sich viele Menschen hierzulande abgehängt und ausgegrenzt fühlten, erklärte Christian Sewing am Dienstag in Hannover. Als Ursachen sieht er den rasanten technologischen Wandel,  aber auch  Unzufriedenheit mit der eigenen Situation angesichts des allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwungs. „Viele haben das Gefühl, das sie vom Wirtschaftswunder nicht profitieren“, sagte Sewing. „Wir müssen auch  die Menschen mitnehmen, die am Rande stehen“, forderte Sewing beim traditionellen Neujahrsempfang der Bank. Die Deutsche Bank sei sich ihrer Verantwortung bewusst. „Wir wollen und werden uns stärker in den gesellschaftlichen Diskurs einbringen“, sagte Sewing.

 Nach Ansicht des Deutsch-Bankers dürfte das Jahr 2018 holpriger werden als das zurückliegende Jahr. „Das Goldlöckchen-Szenario kann und wird nicht ewig so weitergehen“, sagte er. Als Hauptrisiko sieht er die Folgen, die ein Ende der „ultralockeren Geldpolitik“ mehrerer  Notenbanken haben könnte. Es gebe Anzeichen, dass die Inflation zurückkehre, darauf müsse die Geldpolitik reagieren. Allerdings betrete man dabei  „unbekanntes Terrain“, meinte der Banker. Dennoch sollte die Europäische Zentralbank einen Neutralisierungskurs einschlagen. Schließlich führe die bisherige Politik zu immer größeren Verwerfungen. „Die Alternative zum Ausstieg ist nicht schöner“, sagte er. „Es ist wie bei einer Party. Je länger und lustiger, um so schlimmer der Kater am nächsten Morgen.“

Von Albrecht Scheuermann

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