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16:05 25.08.2017
Im ersten Halbjahr legte die Unterhaltungselektronikbranche um 2,4 Prozent zu. Zu den wichtigsten Umsatztreibern gehörte das Geschäft mit TV-Geräten. Quelle: dpa
Berlin

Vom 1. bis 6. September präsentieren Aussteller auf der Internationalen Funkausstellung (Ifa) in Berlin wieder die heißesten Trends im Bereich Elektronik. Im vergangenen Jahr kamen 240 000 Besucher. Tickets kosten im Vorverkauf 13 Euro. Das erwartet Sie:

Fernseher: Immer größer, besser und schärfer

Im vergangenen Jahr entfiel bereits mehr als die Hälfte des TV-Umsatzes auf Geräte mit dem noch besseren Bildstandard UHD, der eine Auflösung von acht Millionen Bildpunkten bietet. Der Qualitätsunterschied ist vor allem auf größeren Fernsehern mit mehr als 37 Zoll (94 Zentimeter) Diagonale zu sehen, die der Branche satte 85 Prozent der Erlöse bringen. Problem: Bisher gibt es nur wenige UHD-Programme, meist bei Bezahlsendern. Trotzdem hält der Trend an. Dünne OLED-Panels, Beamer- und Laserprojektion machen dabei großes Heimkino möglich. Wer schlau ist, wartet ab und kauft ausgereifte Geräte mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis und ohne viel Schnickschnack. Denn der 3-D-Reinfall zeigt, wie rasant einstmals gefeierte Ifa-Innovationen ausgedient haben.

Smart-TV: Apps erleichtern die Bedienung

Fast jedes neue Modell ist vernetzbar und onlinefähig, meist per Funktechnik WLAN. So kann man mit wenigen Knopfdrücken in Mediatheken der TV-Sender stöbern, Clips bei Youtube oder Filme bei Bezahldiensten wie Netflix, Maxdome oder Amazon Prime schauen. Ist das Heimnetzwerk erst mal eingerichtet und funktioniert, lassen sich ohne Kabelwirrwarr auch schnell Videos und Fotos vom Smartphone auf den Bildschirm übertragen.

Für einen beträchtlichen Teil des Fernsehpublikums sind solche Angebote allerdings zu kompliziert, wie Umfragen zeigen. Schon der wachsende Umfang der Bedienungsanleitungen diverser Geräte sowie die Vielzahl der Knöpfe auf der Fernbedienung schrecken manche Nutzer ab. Apps und Symbole auf dem Bildschirm wie beim Smartphone erleichtern aber zusehends die Nutzung.

Vernetztes Zuhause: Kampf um die Steuerzentrale

In Zukunft soll auch im eigenen Zuhause alles vernetzt sein. Die gesamte Haustechnik könnte per Smartphone, Tablet und künstlicher Intelligenz gesteuert werden: Heizung, Belüftung, Rollläden, Gartenbewässerung und sogar Wasch- und Kaffeemaschine. Die Industrie hofft seit Jahren auf Riesengeschäfte. Doch bei vielem bleibt fraglich, was im Alltag wirklich gebraucht wird. Einheitliche Standards und einfache Bedienkonzepte für die komplexe Technik fehlen weitgehend.

Die Online-Spracherkennung könnte der nächste große Wurf werden. Konzerne wie Google, Apple und Amazon wollen den Smart-Home-Markt erobern und mit ihren Sprachassistenten-Boxen und Diensten zur elektronischen Steuerzentrale in der Wohnung werden.

Mobile Geräte: Smarte Technik für unterwegs

Zum ganz großen Geschäft sind die „Wearables“ bisher nicht geworden. Aber immerhin wurden im ersten Halbjahr fast 1,7 Millionen der digitalen Geräte verkauft, die man körpernah wie eine Uhr trägt, um damit zum Beispiel Herzfrequenz und Puls zu überwachen, Schritte zu zählen und Daten der Umgebung zu erfassen. So kann man zum Beispiel die eigene Fitness kontrollieren und individuelle Lauf- und Bewegungsprogramme per App nutzen. Ob MP3-Spieler, Fotokamera, Videorekorder oder Navigationsgerät, das Smartphone und Onlineangebote ersetzen immer mehr Geräte.

Energieeffizienz: Strom sparen im Haushalt

Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräte zählen zu den großen Energieverbrauchern. Neue Modelle sind meist sparsamer, weil die Hersteller beim Bau effizienterer Produkte große Fortschritte erzielt haben. Nicht ganz freiwillig, denn die Politik hat die Vorschriften in den vergangenen Jahren erheblich verschärft. So ist der einst unnötig hohe Verbrauch von Fernsehern im Stand-by-Modus drastisch auf meist weniger als ein Watt gesunken. Mit LCD-Geräten hat sich zudem eine Technik am Markt durchgesetzt, die viel weniger Strom verbraucht als Plasma-Fernseher, die trotz toller Bildqualität kaum noch verkauft werden. Ein Problem jedoch: Durch den Trend zu immer größeren Displays, die mehr Energie benötigen, wird der Effizienzfortschritt zum Teil wieder zunichtegemacht.

Auch bei Haushaltsgeräten hat sich die Energieeffizienz enorm verbessert. Neue Waschmaschinen oder Trockner brauchen nur noch einen Bruchteil so viel Strom und Wasser wie alte Modelle. Dabei kann sich allein durch die Einsparung der Austausch auch finanziell lohnen. Im smarten Heim soll künftig ein intelligenter Stromzähler die Infos liefern, wann Energie am günstigsten ist – und dann werden Waschmaschine oder Geschirrspüler automatisch gestartet.

Wie praktikabel das im Alltag ist, wird sich zeigen. Einfacher scheinen da andere Lösungen zum Stromsparen wie die gläserne Kühlschranktür. So sieht man auf einen Blick schon von außen, welche Vorräte da sind, und muss nicht jedes Mal die Tür öffnen. So geht weniger Energie verloren.

Von Thomas Wüpper/RND

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