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Nachrichten Wirtschaft Das sind die Tücken von Whatsapp
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22:39 05.06.2018
Die dienstliche Nutzung von Whats­app war auch schon unter dem alten, deutschen Datenschutzrecht problematisch. Quelle: dpa

Warum untersagen Unternehmen die dienstliche Kommunikation mit Whatsapp?

Whatsapp kopiert das Telefonbuch des Nutzers auf einen Server, um festzustellen, welche Kontakte die App ebenfalls verwenden. Für den Nutzer ist das bequem – er sieht sofort, wen er über Whatsapp erreichen kann. Doch rechtlich gesehen ist das heikel. Unternehmen brauchen eine Einwilligung von Betroffenen, wenn sie deren Daten verarbeiten oder an eine andere Firma weitergeben. Theoretisch müssen Mitarbeiter also ihre Kontakte fragen, ob sie deren Namen und Telefonnummer an Whatsapp übertragen dürfen. Das ist in der Praxis kaum durchzuhalten. Außerdem müsste das Unternehmen einen Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung mit Whatsapp schließen. „Da der Unternehmer typischerweise diese Voraussetzungen nicht erfüllt hat, verbleibt es dabei, dass eine Nutzung von Whats­app im Unternehmen rechtswidrig ist“, schreibt der Potsdamer Rechtsanwalt Cornelius Matutis.

Rund 55 Prozent der Deutschen kommunizieren laut der aktuellen ARD/ZDF-Onlinestudie täglich über Whatsapp. Doch obwohl viele Smartphone-Besitzer routiniert im Umgang mit der Messenger-App sind, gibt es zahlreiche Funktionen, die noch nicht jeder kennt. Wir zeigen Ihnen 13 Funktionen, die die Kommunikation erleichtern.

Welche Rolle spielt die neue Datenschutz-Grundverordnung der EU?

Die dienstliche Nutzung von Whats­app war auch schon unter dem alten, deutschen Datenschutzrecht problematisch. Deshalb hat zum Beispiel der TÜV Nord diese schon 2016 untersagt. Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) hat nun aber viele Unternehmen aufgeschreckt, unter anderem, weil sie höhere Bußgelder vorsieht als bislang.

Kann man verhindern, dass Whatsapp auf die Kontaktdaten zugreift?

Bei den meisten Smartphones kann man der App zwar den Zugriff auf das Telefonbuch untersagen. Doch dann findet man keine Chat-Partner und kann die App nicht nutzen. Sinnvoller wäre eine Lösung mit zwei Adressbüchern auf dem Smartphone: einem privaten sowie einem dienstlichen. Dann kann man das private für Whatsapp freigeben und das dienstliche sperren. Viele Unternehmen setzen das auf ihren Firmengeräten um – zum Beispiel die hannoversche Versicherungsgruppe VHV. Dafür braucht man allerdings spezielle Software. Standardmäßig bieten Android und iOS (iPhone) nur ein Adressbuch.

Wie sind die Regeln bei der privaten Whatsapp-Nutzung?

Die DSGVO gilt laut Artikel 2 nicht, wenn man personenbezogene Daten nur für „persönliche oder familiäre Tätigkeiten“ verarbeitet. Man muss also seine Freunde nicht um Erlaubnis fragen, ob man sie als Whatsapp-Kontakt hinzufügen darf. Speichert man aber auf dem privaten Handy auch berufliche Kontakte, gilt die DSGVO. Dann ist die Whatsapp-Nutzung genauso heikel wie auf dem Diensthandy. Es kommt also nicht darauf an, ob es sich um ein dienstliches oder ein privates Gerät handelt.

Gibt es Alternativen zu Whatsapp?

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen lobt den Messenger Threema als besonders datenschutzfreundlich. Hier ist der Kontaktabgleich optional, außerdem werden die Daten nur anonymisiert übertragen und nicht dauerhaft gespeichert. Die App Hoccer verzichtet komplett auf das Hochladen der Kontakte. Continental erklärte, dass die Messenger Threema und Wire den eigenen Datenschutzanforderungen genügen. Bei anderen datenschutzfreundlichen Messengern bleiben alle Informationen im Netzwerk der Firma oder Behörde: Unter dem Namen NIMes testet etwa die Polizei in Niedersachsen die App Stashcat von Heinekingmedia, das zur Madsack Mediengruppe gehört, in der auch die HAZ erscheint.

Darf man in der Arbeitszeit privat chatten?

Grundsätzlich darf man während der Arbeitszeit nicht privat surfen oder chatten. In der Praxis dulden viele Unternehmen das allerdings stillschweigend. Andere schreiben klare Regeln in Betriebsvereinbarungen fest.

Von Christian Wölbert/HAZ/RND

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