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Wirtschaft Das gibt es auf der Domotex 2018 zu sehen
Nachrichten Wirtschaft Das gibt es auf der Domotex 2018 zu sehen
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00:17 14.01.2018
  Quelle: Rainer Droese
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Hannover

 Die Domotex beginnt am Freitag und ist bis Montag, 15. Januar, geöffnet. Von 9 bis 18 Uhr stellen auf dem Messegelände in Hannover täglich 1615 Designer und Hersteller aus mehr als 60 Ländern ihre Produkte aus. Tagestickets können Fachbesucher für 31 Euro im Internet auf www.domotex.de erwerben, sie sind an einem beliebigen Tag des Messewochenendes gültig.

Das Leitmotto „Unique Youniverse“ soll sich durch alle Ausstellungen ziehen und konzentriert sich auf den Trend der Individualisierung. Trends und Produktinszenierungen werden erstmals in Halle 9 im neuen Bereich „Framing Trends“ gezeigt.

Begehbares Kaleidoskop: Welt im Spiegel

Ein individuelles Universum sollen sich die Messebesucher am Stand der Firma Schmidhuber schaffen können – und zwar nahezu im Wortsinne im Handumdrehen. Mit ihrem begehbaren Kaleidoskop, der Installation „Endless Uniqueness“, greifen die Markenstrategen des Münchner Unternehmens das Leitthema der diesjährigen Domotex auf. Unterschiedliche verspiegelte Oberflächen und Textilien lassen sich vom Besucher verändern und positionieren. Messe-Mitarbeiterin Pia Böhm (Bild) dreht die einzelnen Stoffquader innerhalb des Kaleidoskops und entwirft so ein Teppichdesign nach ihren eigenen Vorstellungen. 90 Designer entwickeln bei Schmidhuber Ideen für Unternehmen. Im Messebereich Living Spaces in Halle 9 wollen die Aussteller einen Ausblick auf die nächsten Jahre wagen: Wie können die Böden der Zukunft aussehen, welche Stoffe können eingesetzt werden? Schmidhuber will all das begreifbar machen. „Unser Motto ,Unique Youniverse’ wird durch das Kaleidoskop ein anfassbares Erlebnis“, sagt Domotex-Sprecherin Katharina Siebert.

Handarbeit: Eine Million Knoten

  Quelle: Rainer Droese

Moderne Perserteppiche entwirft Designer Hossein Rezvan (Bild). Der Hamburger mit persischen Wurzeln gehört zu den regelmäßigen Ausstellern auf der Domotex. Für die Organisation Global Green, die nicht privatwirtschaftlich arbeitet, entwarf er den Teppich Tabriz Eco. „Die Farben und Formen sind vom Klimawandel inspiriert und sollen ihn auch darstellen“, erläutert Rezvan. Drei Exemplare hat er im Iran herstellen lassen. Für 25.000 Dollar (rund 20.500 Euro) wurde eines davon in Hollywood von Global Green an einen anonymen Käufer versteigert. Der zweite Perserteppich liegt dem Designer zufolge in dessen eigenem Haus, das dritte Exemplar hängt derzeit in Hannover auf dem Messegelände. Eine Million Knoten haben die Perserteppiche von Rezvan pro Quadratmeter. „Dieses kulturelle Erbe bringen wir zurück in moderne Wohnzimmer“, sagt Rezvan. Ganz billig ist das aber nicht: Ein Designerstück aus Hochlandwolle und persischem Kork kostet schnell bis zu 30.000 Euro.

Uni-Projekt: Verkohlter Boden

Am Anfang war es nur eine ausgefallene Idee: Die Studentinnen Janna Marie Bombek und Franziska Roethemeier aus Hannover wollten einen Bodenbelag aus verkohltem Holz entwickeln. Wichtig dabei: „Der Ruß darf beim Betreten nicht abfärben“, sagt André Nakonz (Bild) von der Hochschule Hannover. „Die Studentinnen haben mehrere Experimente durchgeführt und versucht, eine dünne und flüssige Glasschicht über den Boden zu gießen.“ Es hat eine Weile gedauert, bis sie die richtige Lösung gefunden hatten: „Am Ende ist es eine Schicht aus Harz geworden.“ Und der Boden habe noch eine angenehme Eigenschaft, sagt Nakonz. Er sei antibakteriell, womit er gut in die Zeit passe: Denn ökologische und natürliche Materialien mit gesundheitsfördernden Eigenschaften lägen seit langer Zeit im Trend. In Produktion gehen könne das Design allerdings noch nicht – es seien bislang nur Prototypen. Aber durch Bombek und Roethemeier sei eine Idee für edle Innenböden der Zukunft entstanden.

Recycling: Teppich aus Bonbonpapier

Silberdurchzogene Teppiche stellt Jutta Werner (Bild) unter ihrem Label Nomad vor. „Die Teppiche sind ein Herzensprojekt“, sagt die Designerin. Der Clou dabei: Mit der Schurwolle wird in Indien Bonbonpapier verwebt. „So entsteht eine Leichtigkeit, weil wir nie vorhersagen können, welche Farben durch das Bonbonpapier noch entstehen.“ Eine Gratwanderung – denn die Stücke sollen nicht aussehen wie recycelt. „Ich habe viel Inspiration in Indien gefunden“, sagt Werner, im Visier hat sie aber die westliche Welt. „Die Stücke sollen mit unserem Markt kombiniert werden können“, erläutert die Designerin. Das Konzept der recycelten Teppiche scheint aufzugehen: „Wegen der großen Nachfrage wird eine komplette Kollektion entstehen“, kündigt Werner an, die vor allem Ateliers ausstattet. Die Teppiche sollen geradlinig sein, je nach Lichteinfall aber „Tausende Gesichter“ entfalten. Für einen 1,50 Meter langen und ebenso breiten Teppich werden etwa 1200 Euro fällig.

Von Tomma Petersen

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