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Wirtschaft Bundesbank holt deutsches Gold zurück
Nachrichten Wirtschaft Bundesbank holt deutsches Gold zurück
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17:56 23.08.2017
Etwas über die Hälfte des deutschen Goldschatzes lagert wieder in heimischen Tresoren. Quelle: AP
Frankfurt/Main

Nach öffentlichem Druck hatte die Notenbank 2013 das Ziel ausgegeben, bis spätestens Ende 2020 mindestens die Hälfte der deutschen Goldreserven von derzeit 3378 Tonnen in eigenen Tresoren im Inland aufzubewahren.

Nach Angaben der Bundesbank liegen jetzt 1710 Tonnen oder 50,6 Prozent des deutschen Goldschatzes in heimischen Tresoren. In New York werden weiterhin 1236 Tonnen oder 36,6 Prozent des Edelmetalls aufbewahrt. In London sind es 432 Tonnen. Im Fall einer extremen Krise könnte so schnell Gold gegen Dollar getauscht werden. London ist der größte Handelsplatz für das Edelmetall, der Dollar die wichtigste internationale Reservewährung.

Keine Goldreserven mehr in Frankreich

Im Euro-Mitgliedsland Frankreich gibt es keine deutschen Goldreserven mehr, nachdem die Bundesbank in diesem Jahr die restlichen 91 Tonnen nach Deutschland geholt hat. Jeder Barren aus dem Ausland sei umfassend auf Gewicht und Echtheit überprüft worden, sagte Thiele. „Es gab keine Beanstandungen.“

Die Kosten der Verlagerung bezifferte die Notenbank auf insgesamt 7,7 Millionen Euro. Der gesamte Goldschatz der Bundesbank von rund 270 000 Barren hat einen Wert von aktuell 120 Milliarden Euro.

Der Goldschatz der Bundesbank in Zahlen

Die Bundesbank hat mit aktuell 3378 Tonnen nach der US-Notenbank Fed den zweitgrößten Goldschatz der Welt. Der Milliardenschatz verteilt sich nach Zahlen der Notenbank vom Mittwoch wie folgt auf die einzelnen Lagerstätten:

Bundesbank/Frankfurt: 1710 Tonnen = 50,6 Prozent des Bestandes

Federal Reserve/New York: 1236 Tonnen = 36,6 Prozent

Bank of England/London: 432 Tonnen = 12,8 Prozent

Wert der Barren aktuell: 120 Milliarden Euro

Von dpa/RND